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Wissenschaft & Technik
Wie kündigt sich ein Vulkanausbruch an?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Fast immer geht es schon Wochen, ja sogar Monate vorher los. Denn so lange kann es dauern, bis sich das Magmareservoir eines Vulkans mit der glutflüssigen Gesteinsschmelze gefüllt hat und die Lava durch die Erdoberfläche bricht.
Durch den Druck, der sich dabei aufbaut, bebt die Erde währenddessen immer wieder. Seismometer zeichnen die Erschütterungen auf, und anhand von Anzahl und Stärke der Beben können Wissenschaftler Rückschlüsse auf die Vorgänge unterhalb der Erdoberfläche ziehen. So wurden beispielsweise zwei Wochen vor Ausbruch des Pinatube auf den Philippinen bis zu 2000 Beben pro Tag registriert.
Weitere Indikatoren sind Gase, die aus kleinen Spalten am Vulkan austreten. Sie bestehen meistens aus Wasserdampf, ihre Temperatur kann bis zu 1000 Grad Celsius erreichen. Steigt ihre Temperatur oder weisen sie erhöhte Kohlendioxid- und Schwefel-dioxidwerte auf, heißt das: Die vulkanische Aktivität nimmt zu.
Außerdem schwillt ein Berg an, in dem sich Magma sammelt, seine Hänge werden steiler. Nachweisbar ist das beispielsweise mit einem „Tiltmeter“, einem Gerät ähnlich einer Wasserwaage. Weitere Hinweise geben Veränderungen in der Schwerkraft oder im Magnetfeld, verursacht durch das aufsteigende Magma. Mittels hoch empfindlicher Gravimeter bzw. Magnetometer lassen sich die feinen Unterschiede erfassen.
Doch trotz dieser vielen Beobachtungsmethoden gibt es noch immer keine Garantie dafür, dass Wissenschaftler einen Ausbruch rechtzeitig erkennen können. So brach der Chaitén in Chile 2008 praktisch ohne Vorwarnung aus – er brodelte innerhalb von nur vier Stunden über.

























