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Natur & Reise

Wie halten Zugvögel auf langen Strecken Kurs?

Wie halten Zugvögel auf langen Strecken Kurs?Wie halten Zugvögel auf langen Strecken Kurs?
iStockphoto

Tausende Kilometer weit fliegen Vögel jedes Frühjahr aus ihren warmen Winterquartieren zurück in die Heimat. Echte Höchstleistungen vollbringt dabei der nur 30 Gramm schwere Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe). Das Leichtgewicht ist in Europa und Asien zu Hause, hat aber auch die Faröerinseln, Island und Grönland besiedelt. Über Sibirien und die Beringstraße ist der Steinschmätzer sogar bis nach Westkanada vorgedrungen. Das Winterquartier aller Steinschmätzer sind die steinigen Gebiete und Sandhügel der Halbwüste im Süden der Sahara.

Lange vermuteten Forscher, dass Gerüche und der Stand der Sonne den Wandervögeln bei ihren langen Reisen als Wegweiser dienen. Dagegen spricht, dass Tauben auch bei bedecktem Himmel die richtige Richtung finden. Inzwischen weiß man, dass Zugvögel sich am komplexen Muster des Erdmagnetfeldes orientieren können. Experimente mit Rotkehlchen bestätigen das. Die Vögel haben Magnetrezeptoren mit Partikeln aus Magnetit und spezielle Hirnnerven, die auf Magnetfeldveränderungen reagieren. Trotz der geringen Feldstärke, die mit wachsender Entfernung zur Erde weiter abnimmt, können Rotkehlchen so die eigene Ausrichtung zu den Polen feststellen. Nord- und Südpol können sie allerdings nicht voneinander unterscheiden.

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