Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
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Psychologie & Gesundheit
Wie glücklich muss eine Ehe sein?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Das Streben nach Glück ist heute die Hauptantriebsfeder des menschlichen Handelns, nicht mehr archaische Dinge wie Überleben und Fortpflanzung. Ganz oben auf der Glücksliste steht die Liebe – schließlich sind die Zeiten vorbei, wo wir jemanden heiraten müssen, der uns vorgeschrieben wird, und wir können uns scheiden lassen, wenn’s nicht klappt. Paare wollen daher mehr als nur den ganz normalen Alltag, sie wollen das Maximum. Und das ist der Fehler.
Die US-Historikerin Pamela Haag hat erforscht, welche Ehen stabil und zufrieden sind. Das Ergebnis: Es sind nicht die vor Glück überbordenden Paare, sondern die „Semi-happy-Ehen“, wie Haag sie nennt: „Die halb glückliche Ehe ist die stabilste Ehe. Auch wenn sie nicht hundertprozentig erfüllend ist. Die Partner verstehen sich häufig als Freunde und als Team.“ Eine solche Ehe zu trennen, überlegen sich die Partner dreimal: „Eine Okay-Ehe zu scheiden bedeutet, das Kind mit dem Bade auszuschütten.“ Denn die wahren Glücksbringer seien heute für die meisten die Kinder, die Bindung zu ihnen sei wichtiger als das große Glück zu zweit.
Haag: „Wer seinem Kind im Bauch Mozart vorspielt und sich über die optimale Babynahrung den Kopf zerbricht, der lässt sich nicht mal eben scheiden.“ Das Ehe-Modell der Zukunft sei, verheiratet zu bleiben und sich den fehlenden Kick ab und zu außerhalb der Partnerschaft zu suchen. Das mache auch nichts, sagen Psychologen. Statt hohe Ansprüche zu stellen, sollten wir uns arrangieren und unsere Bereitschaft steigern, Kompromisse zu machen – dann seien wir unterm Strich glücklicher.
P.M. Fragen & Antworten 02/2012

























