Alte Zöpfe schneidet man am besten in aller Öffentlichkeit ab, dann jammern die Betroffenen noch am wenigsten.
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Geschichte & Politik
Wie gefährlich ist das Leben als König?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Der britische Kriminologe Manuel Eisner von der University of Cambridge hat die Biografien von über 1500 europäischen Monarchen aus 45 Königreichen zwischen dem 7. und 18. Jahrhundert analysiert. Und festgestellt: Fast ein Viertel der Herrscher, 22 Prozent, fanden ein blutiges Ende. Einige durch Unfälle oder auf dem Schlachtfeld, die meisten aber, 15 Prozent, wurden ermordet. "Diese Rate entspricht 10 Morden auf je 1000 Lebensjahre als König", sagt Eisner. "Das ist höher als die Todesrate in den gefährlichsten Gebieten der heutigen Welt." Selbst schwarze Amerikaner im Bandenmilieu der US-Großstädte oder Menschen in den hart umkämpften Drogenhochburgen Mexikos leben sieben Mal sicherer als die Könige.
"Sogar heutige Soldaten im Kampfeinsatz sind nicht so gefährdet", sagt Eisner. In den meisten Fällen gibt es ein klares Motiv für die Königsmorde: Gier nach der Königswürde. Meist wurden die Herrscher erdrosselt, vergiftet oder erstochen. Vergleichsweise "human" erging es dem französischen König Ludwig XVI.: Er wurde auf dem Schafott geköpft - nach damaligem Verständnis eine relativ "angenehme" Todesart.
P.M. Fragen & Antworten 08/2011























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