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Radioaktivität

Wie gefährlich ist ein Sievert?

Die Messeinheit Sievert wichtet die verschiedenen Strahlungsarten nach ihrer durchschnittlichen SchädlichkeitDie Messeinheit Sievert wichtet die verschiedenen Strahlungsarten nach ihrer durchschnittlichen Schädlichkeit
Die Messeinheit Sievert wichtet die verschiedenen Strahlungsarten nach ihrer durchschnittlichen Schädlichkeit
iStockphoto

Sievert ist eine Messgröße, die angibt, wie schädlich radioaktive Strahlung für den Menschen ist. Was die Angelegenheit schwierig macht, ist der Umstand, dass es verschiedene Sorten radioaktiver Strahlung gibt: Alpha-, Beta-, Gamma- und Neutronenstrahlung. Bei allen Strahlungsarten lässt sich mit geeigneten Instrumenten relativ einfach messen, mit welcher Energie die Strahlen ausgesendet werden. Schon schwieriger ist es festzustellen, wie viel von dieser Energie im menschlichen Körper absorbiert wird. Und nur mehr ungefähr angeben lässt sich, wie groß der Schaden ist, den diese Strahlenmenge im Körper anrichtet - denn das hängt wiederum vom Körperteil ab, der der Strahlung ausgesetzt ist.

Um sich dennoch ein ungefähres Bild der Schädlichkeit einer Strahlung machen zu können, fasst die Messeinheit Sievert die Erfahrungswerte zusammen, indem sie die verschiedenen Strahlungsarten nach ihrer durchschnittlichen Schädlichkeit wichtet und die Auftrefforte nach ihrer Empfindlichkeit.

Ein Sievert ist eine relativ hohe Dosis. In der Praxis werden daher meist Millisievert (0,001 Sievert) und Mikrosievert (0,000 001 Sievert) benutzt. Typischerweise ist ein Bundesbürger pro Jahr einer Strahlenmenge von 4 Millisievert ausgesetzt. Wer als Flugkapitän oder Stewardess häufig in der Luft unterwegs ist, sammelt zusätzlich durchschnittlich 2,3 Millisievert an Höhenstrahlung in seinem Körper an. Ein Computertomogramm des Bauchraums verursacht eine einmalige Strahlenbelastung von ca. 15 Millisievert.

Für beruflich strahlenexponierte Personen definiert der Gesetzgeber Grenzwerte: Erlaubt sind 20 Millisievert pro Jahr für Personal, das in Strahlenbereichen arbeitet (Röntgenabteilung im Krankenhaus, Atomkraftwerk) - im ganzen Berufsleben aber zusammen nicht mehr als 400 Millisievert.

Eine kurzzeitig aufgenommene Strahlendosis von 500 Millisievert (bei Kindern die Hälfte) reicht, um die akute Strahlenkrankheit mit Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen auszulösen. Ab 4 Sievert beginnt die Todeszone: Wer so viel Strahlung auf einmal abbekommt, stirbt wahrscheinlich an den Strahlenfolgen.

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Autor/in: Nicolai Schirawski



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