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Wissenschaft & Technik
Wie funktionieren Meerwasser-Entsalzungsanlagen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Knapp 71 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt – doch ist das meiste davon für den Menschen wegen des darin enthaltenen Salzes nicht zu genießen. Lediglich 0,3 Prozent der Wasservorräte sind trinkbar. Das verursacht kleine und große Probleme. Zunächst das kleine Problem, das die Seefahrt betrifft: Auf einer Yacht rechnet man mit einem Wasserverbrauch von fünf Liter pro Person und Tag. Bei acht Mann Besatzung auf einem zweiwöchigen Törn müsste man also einen Trinkwasservorrat von gut 560 Kilo Gewicht mitführen.
Das deutlich größere Problem betrifft natürlich die generelle Trinkwasserknappheit in der Welt. Der Wüstenstaat Dubai muss täglich zwei Milliarden Liter Wasser entsalzen, um den Tourismus, die Parks und die Golfplätze zu versorgen. Er verbraucht damit 500 Liter je Kopf – die größte Menge weltweit. Mit einer Entsalzungsanlage lassen sich beide Probleme lösen. Es gibt zwei Typen dieser Wundermaschinen. Auf Yachten funktionieren die Entsalzungsanlagen mittels der Umkehrosmose, bei der das Salzwasser unter hohem Druck durch eine halb durchlässige Membran gepresst und dabei fast zu 100 Prozent entsalzt wird.
Grundlage der Osmose ist ein einseitiger Ausgleichsprozess, der in Gang gesetzt wird, wenn zwei Flüssigkeiten durch eine halb durchlässige Membran voneinander getrennt sind. Auf das Salzwasser wird mit einer Pumpe ein hoher Druck ausgeübt. Durch die Membran können zwar die kleineren Wassermoleküle, nicht aber die darin gelösten Salzionen auf die andere Seite gepresst werden. Mit einer kleinen Anlage für Yachten und der Bordstromanlage können immerhin gut 20 Liter Trinkwasser pro Stunde hergestellt werden. Die Staaten des Persischen Golfs dagegen setzen auf Verdampfer-Entsalzungsanlagen, die klassische Methode zur Süßwassergewinnung: Salzwasser wird zum Verdampfen gebracht und das salzfreie Destillat aufgefangen. Das Problem ist hier der Energieverbrauch: Je Tonne Frischwasser verschlingt eine solche Anlage mehr als 600 Kilowattstunden.

























