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Kolonialismus

Wie es war, entdeckt zu werden.

Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Als der erste Weiße seinen Fuß auf ihre Insel setzte, begann für die Eingeborenen schlagartig eine neue Zeit: Nichts sollte mehr so sein wie es zuvor jahrhundertelang gewesen war.

Der Himmel ist in goldenes Licht getaucht, als am 12. Oktober 1492 über der kleinen Insel Guanahani die Sonne aufgeht. Wie jeden Morgen verlassen die Menschen ihre Hütten, um das türkisblaue Meer zu begrüßen. Über den feinen, weißen Sand huschen kleine Krabben. Palmen wiegen sich im Wind. Ansonsten ist es still.

Trotzdem fährt den Insulanern an diesem Morgen ein gewaltiger Schreck in die Glieder. Wie gelähmt starren sie aufs Meer: Vor der Küste schwimmen drei dunkle, noch nie gesehene Objekte. Langsam treiben sie heran, kommen näher und näher. Es sind Schiffe von unvorstellbarer Größe, auf denen sich merkwürdige weißhäutige Menschen zeigen. Ein kriegerischer Stamm, der angreifen will? Oder schickt der Meeresgott seine Gehilfen, um das Inselvölkchen zu bestrafen?

Einige laufen weg, die Mutigeren bleiben wie angewurzelt stehen und verfolgen das Unglaubliche: Ein weißer, kränklich aussehender Häuptling begibt sich mit zahlreichen Männern an Land. Was haben sie vor? Kein Taino kann ihre Gebärden verstehen. Der weiße Anführer taucht eine Vogelfeder in schwarzen, geheimnisvollen Saft und kratzt damit Linien auf weiße Bätter. Seine Männer befestigen einen riesigen, bestickten Stofffetzen an einem Baumstamm.
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