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Wissenschaft & Technik
Wie dick ist die Eisschicht noch?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Der Nordpol ist geradezu dramatisch „dünnhäutiger“ als die mächtige Antarktis. Satellitenmessungen haben ergeben, dass die Eisschicht im Winter im Durchschnitt nicht einmal drei Meter beträgt und im Sommer bis auf zwei Meter abschmilzt – kein Vergleich zu den Hunderte Meter hohen Eisgebirgen des Südpols.
Wie das Magazin „Nature“ berichtet, scheint das Eis wegen des Anstiegs der Erdtemperaturen im Sommer stetig dünner zu werden. Je länger der Polarsommer dauert, desto dünner ist die Eiskappe im Winter. Bereits ein zusätzlicher Sommertag kann das Eis um fast fünf Zentimeter abschmelzen lassen.
Pessimisten glauben, die arktische Polkappe werde in den nächsten zwanzig Jahren komplett abschmelzen, während andere Klimaforscher dem Eis noch eine Lebensdauer von etwa hundert Jahren einräumen – immer vorausgesetzt, dass die Temperaturen auf der Erde weiter steigen.
Seit Februar ist eine Expedition unterwegs, die zu Fuß zum Nordpol wandert und ständige Messungen über die Eisdicke unternimmt. Dabei werden die drei Forscher insgesamt rund fünf Millionen Radarmessungen durchführen; das entspricht einem durchschnittlichen Abstand zwischen den Messpunkten von 40 Zentimetern.
Darüber hinaus sollen alle 20 Kilometer Bohrungen vorgenommen werden. Die „Vanco Arctic Survey“ getaufte Studie werde „die sicherste Vorhersage ermitteln, wie lange die Eiskappe am Pol noch existiert,“ sagte Expeditionsleiter Pen Hadow.

























