Es ist albern, Menschen in gut oder schlecht zu gruppieren. Menschen sind entweder charmant oder langweilig.
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Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Oft ist es nur genaues Beobachten und eine gute Idee – und schon ist die Welt um eine Erfindung reicher. Dass man mit einem bunten Stoffballon, unter dem ein Feuer brennt, einfach davonschweben kann, ist eine der wunderbarsten Leistungen des menschlichen Einfallsreichtums.
Eine Magd stößt im Mai 1784 in einem Wald bei Hannover auf eine unförmige Stoffmasse, so riesig, dass sie nicht von dieser Welt sein kann. Außer sich vor Schreck, informiert sie den Förster, doch auch dem ist das Ganze nicht geheuer. »Aus natürlicher Abneigung gegen einen so bösen Gegenstand will er anfänglich mit dem Dinge nichts zu tun haben«, berichtet das »Hannoversche Magazin«. Schließlich siegt die Pflicht: Aus sicherer Distanz wird das unheimliche Objekt in Brand gesteckt und vernichtet. Ballonfunde und Zeitungsmeldungen darüber häufen sich im Jahr nach der Erfindung dieses Luftfahrtgeräts. Manchmal heften die Erbauer einen Zettel mit Informationen an ihre Ballone, aber das hilft wenig, denn die Landbevölkerung kann nicht lesen und fürchtet sich vor den Flugobjekten, als seien es Ufos.
Im Ballon haben Menschen die Erdenschwere überwunden und den Luftraum erobert, nachdem alle Versuche, den Vogelflug nachzuahmen, gescheitert waren. »Da hat Gott den Menschen sozusagen einen Riegel vorgeschoben«, schreibt der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz im Jahr 1710. »Könnten die Menschen auch noch durch die Luft fahren, so wäre ihre Schlechtigkeit rein gar nicht zu zügeln.«
Doch im Ballon gelingt es, die Nabelschnur zur Erde zu durchschneiden. Warme Luft und Gas sind leichter als kalte Luft und sorgen für den Auftrieb. Ein einfaches Prinzip, eine einfache Erfindung. »Allein, dass sie so leicht scheint, macht sie nur noch größer«, kommentiert der Schriftsteller und Physiker Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799). Die Gebildeten Europas sind ganz im Bann dieser Neuheit, die aus Frankreich kommt und binnen weniger Monate eine atemberaubende Entwicklung durchlaufen hat.
Eine Magd stößt im Mai 1784 in einem Wald bei Hannover auf eine unförmige Stoffmasse, so riesig, dass sie nicht von dieser Welt sein kann. Außer sich vor Schreck, informiert sie den Förster, doch auch dem ist das Ganze nicht geheuer. »Aus natürlicher Abneigung gegen einen so bösen Gegenstand will er anfänglich mit dem Dinge nichts zu tun haben«, berichtet das »Hannoversche Magazin«. Schließlich siegt die Pflicht: Aus sicherer Distanz wird das unheimliche Objekt in Brand gesteckt und vernichtet. Ballonfunde und Zeitungsmeldungen darüber häufen sich im Jahr nach der Erfindung dieses Luftfahrtgeräts. Manchmal heften die Erbauer einen Zettel mit Informationen an ihre Ballone, aber das hilft wenig, denn die Landbevölkerung kann nicht lesen und fürchtet sich vor den Flugobjekten, als seien es Ufos.
Im Ballon haben Menschen die Erdenschwere überwunden und den Luftraum erobert, nachdem alle Versuche, den Vogelflug nachzuahmen, gescheitert waren. »Da hat Gott den Menschen sozusagen einen Riegel vorgeschoben«, schreibt der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz im Jahr 1710. »Könnten die Menschen auch noch durch die Luft fahren, so wäre ihre Schlechtigkeit rein gar nicht zu zügeln.«
Doch im Ballon gelingt es, die Nabelschnur zur Erde zu durchschneiden. Warme Luft und Gas sind leichter als kalte Luft und sorgen für den Auftrieb. Ein einfaches Prinzip, eine einfache Erfindung. »Allein, dass sie so leicht scheint, macht sie nur noch größer«, kommentiert der Schriftsteller und Physiker Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799). Die Gebildeten Europas sind ganz im Bann dieser Neuheit, die aus Frankreich kommt und binnen weniger Monate eine atemberaubende Entwicklung durchlaufen hat.
Autor/in: Brigitte Kohn
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