Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Ursprünge
Wie das Leben die Erde eroberte
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Mehr als eine Milliarde Jahre lang kreiste die Erde als lebloser Klumpen um die Sonne. Sie war ein Planet wie viele andere auch. Doch vor 3,5 Milliarden Jahren trat eine dramatische Veränderung ein: Im Wasser der frühen Ozeane bildeten sich organische Moleküle. Aus ihnen entstanden die ersten Zellen. Mit diesem »biologischen Urknall« begann eine Entwicklung, der letztlich alle Organismen – vom Bakterium bis zum Menschen – ihre Existenz verdanken. Doch woher kam der erste Lebensfunke? Durch den Hauch eines Schöpfergottes, wie es die alten Mythen beschreiben? Durch puren Zufall? Oder gab es irgendeinen Plan der Natur? Biologen, Chemiker und Physiker beschäftigt diese Frage schon lange.
Eine mögliche Antwort fanden 1953 die amerikanischen Forscher Stanley L. Miller und Harold C. Urey. Sie füllten einen Glasbehälter mit Methan, Ammoniak und Wasserdampf – möglichen Bestandteilen der frühen Erdatmosphäre – und sorgten durch elektrische Entladungen für ein ständiges Blitzgewitter. Ein zweiter Behälter, der mit dem ersten verbunden war, enthielt kochendes Wasser. In diesem miniaturisierten Ozean wuchsen binnen weniger Tage organische Moleküle (bei diesen ist das Element Kohlenstoff der Hauptbestandteil), unter anderem die für die Bildung von Eiweißen notwendigen Aminosäuren. Das Experiment zeigt, dass die Bausteine des Lebens in Urozeanen entstanden sein können. Ob der chemische Prozess im Großen genauso ablief wie im Labor, ist allerdings bis heute ungeklärt. Möglicherweise war es auch ganz anders.
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