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Natur & Reise
Wie baut man einen Iglu?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wie fühlt man sich in einem Iglu? Im schweizerischen Sedrun können Touristen es ausprobieren. Die Eishütten sind sogar beleuchtet.
Ein Schneehaus nach traditioneller Bauart lässt sich in 20 Minuten hochziehen, sofern man ein geübter Jäger der im hohen Norden lebenden Inuit ist. Wir hier im Süden brauchen da etwas länger. »Eine gute Stunde mit einem eingespielten Team von zwei, drei Mann«, schätzt Wolfgang Wahl von der Jugendabteilung des Deutschen Alpenvereins, der Iglu-Baukurse anbietet.
Gesucht wird erst eine Stelle, aus der die »Bausteine« herausgeschnitten werden können. Die lockere obere Schneeschicht ist zum Bauen ungeeignet und wird weggeschaufelt. Aus dem darunter liegenden festen Schnee schneidet man mit einer Schneesäge (ein Fuchsschwanz oder eine Baumsäge tun es auch) große Blöcke von 50 Zentimeter Länge, 30 Zentimeter Breite und rund 25 Zentimeter Dicke.
Diese werden in einem Ring von maximal vier Meter Durchmesser aneinandergelegt. Darauf kommen die nächsten Platten, versetzt zur unteren Reihe (wie eine Klinkermauer) und zum Innenraum hin geneigt. Die Ritzen zwischen den Ziegeln werden mit Schnee verstopft. Je höher der Iglu wächst (bis zu fünf Meter), desto enger wird der Kreis – mit zunehmender Höhe am besten kleinere Schneeblöcke verwenden.
Am Ende ist nur noch ein Loch über dem Kopf übrig, das mit dem Schlussblock geschlossen wird: Mit der schmalen Seite den Block von unten durch das Loch heben und dann wie einen Gullideckel aufsetzen. Jetzt muss nur noch der Eingang gebuddelt werden. Der sollte etwas tiefer liegen, damit keine kalte Luft reinkommt – und fertig ist die Polar-Behausung. Übrigens gehen die Inuit beim »Häuslebauen« etwas anders vor: Sie schneiden sehr schmale Blöcke von nur zehn Zentimeter Dicke. Grund: In der Arktis ist der Schnee nicht so feucht und matschig wie bei uns.
























