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Wissenschaft & Technik
Wie arbeitet die Blackbox?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Als erstes kommen die Opfer, doch zeitgleich wird nach einem Flugzeugabsturz sofort mit der Suche nach der Blackbox begonnen. Dieser etwa schuhschachtelgroße Stahlkasten enthält zwei wichtige Geräte, die unabdingbar für die Aufklärung von Unfällen in der Luftfahrt sind: den Flight Datarecorder (Flugdatenschreiber) und den Digital Cockpit Voicerecorder, ein Sprachaufnahmegerät, das Gespräche und Geräusche im Cockpit sowie die Ansagen an die Passagiere aufzeichnet.
Die neuesten Recorder speichern jeweils die letzten zwei Stunden, früher waren es nur 30 Minuten. Häufig lässt sich schon aus den Äußerungen von Kommandant und Copilot schließen, welche Probleme aufgetreten sind. Wenn nicht, ist der Flugdatenschreiber eine wichtige Rekonstruktionshilfe: Wichtigstes Bauteil ist ein Chip, der 64 Parameter wie Geschwindigkeit, Höhe, Querlage, Neigungswinkel des Flugzeugs und die Stellung der Ruder aufzeichnet. Nach diesen Daten wird ein Unfall auf dem Computer nachempfunden.
Die Blackbox gilt quasi als unzerstörbar: Sie übersteht Abstürze auch aus großer Höhe, hat eine Schockbelastungstoleranz bis zur 3400fachen Erdanziehungskraft. Trotzdem ist sie häufig im Heck der Maschine untergegebracht, weil sie dort erfahrungsgemäß am besten geschützt ist. Das Gehäuse der Blackbox hält gut 30 Minuten lang eine Hitze von fast 1100 Grad Celsius aus und ist absolut wasserdicht.
30 Tage lang sendet die Box Signale, damit sie zum Beispiel nach einem Absturz ins Meer auch in großer Tiefe geortet werden kann. Blackboxes werden auch in der Kybernetik eingesetzt, um Steuerungsvorgänge und Wechselwirkungen verschiedener Systeme miteinander zu dokumentieren. Die Blackbox in Flugzeugen ist in Wirklichkeit orange. Die Signalfarbe hilft, sie schneller zu finden.

























