Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Natur & Reise
Werden die Äcker plattgemacht?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Moderne Landmaschinen machen die Arbeit leicht, aber den Boden hart. Eine Gefahr für die Umwelt – und für uns.
Jeder Hobbygärtner weiß: Ein guter Boden muss locker sein, damit alles schön wächst und gedeiht. Ausgerechnet Landwirte missachten diese Grundregel oft sträflich, Felder und Äcker in Deutschland werden mit immer größeren und schwereren Maschinen buchstäblich »plattgemacht«. Wog zum Beispiel eine Maschine für die Kartoffelernte vor 20 Jahren noch ca. 11,5 Tonnen (inklusive Erntegut), schiebt sich heute ein 42-Tonnen-Koloss über die Krume, ein LKW mit diesem Gewicht wäre auf der Autobahn gar nicht erlaubt.
»Bodenverdichtung« heißt das Phänomen, wenn das Erdreich auf diese Weise so stark zusammengepresst wird, dass es zwischen den Erdkörnern kaum noch Zwischenräume gibt. Irgendwann nützt auch kein Umgraben und Pflügen mehr, denn damit kommt man nicht tiefer als 30 Zentimeter. Darunter wird die Ackerkrume hart wie Beton – und bleibt es auch. Luft und Wasser dringen kaum noch durch, das Wachstum der Pflanzenwurzeln wird blockiert, der Boden stirbt langsam ab.
Eine Studie der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft hat gezeigt, dass es in verdichteten Böden bis zu 70 Prozent weniger Regenwürmer gibt. Ein Alarmsignal! Dass die Ernteerträge trotz ständiger Verbesserung des Saatgutes stagnieren, hängt mit all diesen Faktoren zusammen. Und damit ist die eigentliche Katastrophe noch gar nicht genannt: Verdichtete Böden trocknen nicht nur schneller aus, sie können auch weniger Wasser aufnehmen. D
Das Regenwasser kann nicht ins Grundwasser versickern, sondern fließt an der Erdoberfläche ab. Dabei wird die fruchtbare oberste Schicht weggeschwemmt (Bodenerosion). Und während der Grundwasserspiegel beständig sinkt, schwellen die Flüsse durch das überschüssige Wasser an: Hochwassergefahr! Manche Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass Hochwasserkatastrophen heutzutage zu 50 Prozent auf verdichtete Böden zurückzuführen sind.

























