Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Geschichte & Politik
Wer war Adonis?
So schön war der Jüngling, dass nach der griechischen Mythologie gleich zwei Göttinnen um ihn stritten: Persephone, die Herrin der Unterwelt, und Aphrodite, die Göttin der Liebe und Tochter des griechischen Göttervaters Zeus. Adonis war der schöne Sohn des zypriotischen Königs Kinyras und dessen eigener Tochter Myrrha. Die hatte ihren Vater mit einer List zum Inzest verführt: Kinyras wusste nicht, dass es seine Tochter war, mit der er da schlief. Als er die Wahrheit erfuhr, wollte er Myrrha töten. Doch die Götter verwandelten sie in einen Strauch, den Myrrhestrauch. Den soll später ein Eber gespalten haben. Dabei fiel Adonis heraus.
Er wuchs bei Nymphen auf und wurde von den Göttern unter den Schutz der Persephone gestellt. Zum Jüngling gereift, begegnete er auf der Jagd Aphrodite, die sofort in Liebe zu ihm entbrannte. Obwohl mit dem Kriegsgott Ares verbunden, wollte die Liebesgöttin, dass Adonis bei ihr blieb. Aber auch Persephone begehrte mittlerweile ihren Schützling. Da er sie zurückwies, verriet sie das Verhältnis der Konkurrentin an den eifersüchtigen Ares. Der verwandelte sich erzürnt in einen Eber und zerriss Adonis auf der Jagd. Der tote Adonis musste nun zu Persephone in die Unterwelt. Aphrodite wollte ihm hinterher. Da erbarmte sich Zeus ob der Trauer seiner Tochter und erlaubte dem nun ewig schönen Jüngling, jeweils im Frühjahr für ein halbes Jahr auf die Erde zurückzukehren. Aus dem
Blut des Adonis und den Tränen, die Aphrodite um ihn weinte, sollen die Adonisröschen entstanden sein, eine Art der Anemonen.
In der Medizin spricht man von einem »Adonis-Komplex«: Nach der sagenhaften Schönheit des jungen Mannes ist ein krankhafter Schönheits- und Körperwahn bei vor allem jungen Männern benannt, der sich in Form von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen äußert. Der »Adonis-Komplex« führt häufig zu Magersucht, Bulimie, Bigorexia – der Sucht, nur Muskeln anzusetzen – und körperdysmorphen Störungen. Das sind krankhafte Ängste, einen körperlichen Mangel zu haben.
























