Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
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Kultur & Gesellschaft
Wer verschickte die erste E-Mail?
Das Internet ist noch in weiter Ferne, als Ray Tomlinson, Mitarbeiter der technischen Beraterfirma BNN, im Jahr 1971 in Cambridge (Massachusetts) das erste Programm entwickelt, mit dem man elektronische Briefe versenden kann. Drei Wochen arbeitet er an den beiden Programmteilen „SNDMSG“ zum Schreiben und Senden und „READMAIL“ zum Lesen, die in kürzester Zeit die Welt der Kommunikation revolutionieren sollten. Zwar sind zu dieser Zeit nur rund 30 User an den Vorläufer des Internet, das ARPA-Net, angeschlossen. Doch diese Spezialisten, hauptsächlich Wissenschaftler, stürzen sich begeistert auf die neue Briefform. Schon zwei Jahre später stellen E-Mails drei Viertel aller über das Netz verschickten Daten dar. Ein ungeheurer Reiz geht von der Möglichkeit aus, mit gleichgesinnten Usern irgendwo auf der Welt per Computer zu kommunizieren.
Tomlinson ist auch der „Erfinder“ des Zeichens @. Auf der Suche nach einem Trennungssymbol für die Mail-Adresse stößt er auf der Tastatur seines Computers auf dieses alte kaufmännische Zeichen, dem längst keine Bedeutung mehr zukommt. Es diente früher zur Preiskennzeichnung und meinte „für“, also etwa „Biscuits: 3 @ 1 Dollar“. Tomlinson übernimmt das Zeichen und macht es so zum meistverwendeten Symbol des Computerzeitalters. Reich wurde er durch seine Erfindungen nicht. Er machte zwar Karriere in der Computerbranche, doch weder das E-Mail-Programm noch das @ brachten ihm auch nur einen Cent Lizenzgebühr.
An den Inhalt der ersten E-Mail erinnert sich Tomlinson heute nicht mehr genau: „Es war irgendwas wie QUERTYUIOP.“ Das ist die oberste Buchstabenreihe der amerikanischen Tastatur.
























