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Zwischen Klischees und Fakten

Wer sind die Kinder Britanniens?

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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P.M. HISTORY-Redakteur Sigurd Merker, selbst mit einer Engländerin verheiratet, unternimmt einen humorvollen Streifzug durch die Geschichte und Eigenheiten des Inselvolks in Europas Norden.

Bekanntlich gelang es Julius Caesar mit einer Kriegslist, die Briten zu schlagen: Er kämpfte mit seinen Legionären nur um fünf Uhr, wenn die Gegner ihre Teepause einlegten, und am Wochenende – die Fünf-Tage-Woche als fester Bestandteil der Arbeitszeit, die sich die englischen Gewerkschaften als Erste erkämpften. So jedenfalls das Bild, das der Comic »Asterix bei den Briten« von den Inselbewohnern zeichnet.

Der römische Feldherr selbst berichtet von seiner Expedition im Jahr 55 v. Chr., dass keltische Stämme aus Belgien das Land um das heutige Kent erobert hatten und charakterisiert diese so: Sie bauen kaum Getreide an, nähren sich von Milch und Fleisch und färben sich den Körper mit Waid blau ein – das macht sie als Krieger noch schrecklicher. Außerdem lassen sie ihr Haar lang wachsen und tragen stets einen stattlichen Oberlippenbart. Und: Sie haben je zehn oder zwölf Frauen gemeinsam, vor allem unter Brüdern, aber auch unter Vätern und Söhnen.

Die blauen Krieger mussten sich rund 90 Jahre später den römischen Legionen ergeben und profitierten schließlich von deren kulturellen Importen: Die Römer bauten Militärlager und Städte, Straßen und Thermen, in denen sich auch manch stolzer Brite die blaue Farbe vom Körper wusch.
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Autor/in: Sigurd Merker


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