Der Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur liegt darin, daß du in der Demokratie wählen darfst, bevor du den Befehlen gehorchst.
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Wer musste ins Burgverlies?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Hinter Gittern, in Ketten auf fauligem Stroh, so stellen wir uns das Leben der Opfer böser Burgherren vor - ein schreckliches Schicksal. Gut, dass es offenbar kaum jemanden traf.
Kaum eine Zeit ist hierzulande stärker verklärt worden als die Ritterzeit. So schrieben vor allem im 19. Jahrhundert viele deutsche Autoren Romane von zweifelhafter Qualität um schmachtende Burgfräuleins, edle Reiter in glänzender Rüstung und ihre treuen Knappen. Besonders das Verlies ließ die Leser erschauern.
Ein Burgverlies besteht aus einem tief im Gebäude liegenden Raum, zu dem man nur durch ein sogenanntes Angstloch in der Decke Zugang hat. (Das Wort »Angst« kommt von lat. angustiae und bedeutete ursprünglich »Enge«.) Haben in diesen düsteren Räumen nun wirklich Gefangene bis zu ihrem erbärmlichen Tod vor sich hin vegetieren müssen?
Moderne Historiker glauben nicht daran. In kaum einer Burg finden sich Belege dafür, dass das Verlies tatsächlich als Gefängniszelle gedient hätte; die Unterbringung von Gefangenen überließen die Ritter lieber anderen – außerhalb der Burg. Wahrscheinlich dienten die Verliese schlicht als Vorrats- oder Waffenlager. So wurden in vielen dieser Räume Steinhaufen gefunden, die im Falle einer Belagerung als Wurfgeschosse eingesetzt werden konnten.
























