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Kultur & Gesellschaft

Wer ist der teuerste (lebende) Künstler?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wer ist der teuerste (lebende) Künstler?Wer ist der teuerste (lebende) Künstler?
iStockphoto

»Made in Germany« hat vielleicht nicht mehr überall den besten Ruf, aber auf dem Kunstmarkt gilt seit Jahrzehnten bei der kaufkräftigen Kundschaft aus aller Welt: Was aus Deutschland kommt, muss gut sein.

Und so ist auch der teuerste lebende Künstler ein Deutscher: Was Gerhard Richter in seinem Kölner Atelier fabriziert, verschafft Kunsthändlern und Auktionshäusern Millionenumsätze. Das ist umso erstaunlicher, da der 74-Jährige sich selten an die Spielregeln des Kunstbetriebs hält. So hat er keine Schwerpunkte – mal malt er nahezu fotorealistisch, mal abstrakt, dann wieder pendelt er zwischen Malerei und Glasinstallation.

Es gibt von ihm Familienbilder, die wie verwackelte Fotos wirken, ebenso aber auch großflächige Bilder nur in Grau. Richters Landsleute Sigmar Polke, Karl Otto Götz, Imi Knoebel und Günther Uecker erzielen ebenfalls auf internationalen Auktionen Spitzenpreise, doch Richters Gemälde kosten inzwischen offiziell fünf Millionen Euro; privat werden sie sogar für mehr gehandelt.

Mit der Versteigerung seines Werks »Tänzerinnen« für 8,8 Millionen Dollar rückte Richter sogar zu den bestbezahlten deutschen Künstlern aller Zeiten auf, in einer Reihe mit Max Beckmann, Franz Marc und Lucas Cranach. Was für eine Wertsteigerung! Für das Werk des gebürtigen Dresdners aus dem Jahr 1966 hatte der Erstkäufer noch 14000 Mark gezahlt. Richter sorgt übrigens selbst dafür, dass er hoch im Kurs bleibt. Laut »Handelsblatt« produziert er nur rund 40 Werke pro Jahr.

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