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Kultur & Gesellschaft
Wer isst am meisten Eis?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Finnland gilt nicht gerade als Ort extremer Hitze. Je nach Region steigt die Temperatur an gerade mal fünf bis 15 Sommertagen über 25 Grad.
Trotzdem leben in dem skandinavischen Land die mit Abstand fleißigsten Eisesser Europas: Statistisch verschwinden jedes Jahr rund 14,5 Liter davon im Magen eines jeden Finnen. Die Plätze zwei und drei gehen ebenfalls an Skandinavien: Obwohl auch Norwegen (11,7 Liter) und Schweden (11,6 Liter) keine Hitzerekorde aufstellen, gibt man sich hier besonders oft dem Eisgenuss hin. Es folgen die Dänen auf Platz vier (9,9 Liter), die damit die Deutschen (8,1 Liter) auf Platz fünf verweisen.
Erst dann erscheint ein Land auf der Liste, das seine Eisrezepte schon seit Jahrtausenden perfektioniert: Bereits die römischen Kaiser ließen Schnee und Eis von den Höhen des Apennin nach Rom tragen, um so der Stadthitze zu trotzen. Die Italiener greifen heute noch zu immerhin 7,8 Litern Gelati. Fast auf Augenhöhe folgt Spanien mit 7,5 Litern, weit abgeschlagen kommen die Franzosen auf 5,3 Liter.
Dabei hatte alles einst in Paris begonnen: Der dort lebende Italiener Francesco Procopio di Cultelli eröffnete im 17. Jahrhundert das erste Eiscafé der Welt und verzückte Ludwig XIV. mit seinen Kreationen. Obwohl das Interesse an Eis in Frankreich seitdem stark geschwunden ist, verdankt es dem Land seine heutige Popularität: Von Paris aus traten die bunten Kugeln vor rund 300 Jahren ihren Siegeszug durch Europas Kaffeehäuser an und sorgen seitdem für kühle Frische an heißen Tagen – auch in Helsinki.























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