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Wissenschaft & Technik

Wer erfand den Twist-off-Verschluss?

Wer erfand den Twist-off-Verschluss?Wer erfand den Twist-off-Verschluss?
iStockphoto

Ohne das »Knack« geht gar nichts: Dieses charakteristische Geräusch beim ersten Öffnen eines Marmeladenglases oder der Obstsaftflasche gibt uns das gute Gefühl, dass die darin enthaltene Ware auch wirklich frisch und unberührt ist.

Jährlich werden weltweit 32 Milliarden dieser Twist-off-Metallverschlüsse produziert. Seit über 75 Jahren werden so Lebensmittel luftdicht in Gläsern verpackt.

Den richtigen Dreh fanden damals in Chicago die Brüder White: Sie entwickelten in ihrer Firma White Cap einen metallenen Schraubverschluss sowie ein Vakuumverfahren, mit dem frische Ware längere Zeit gelagert und auch über weite Strecken vertrieben werden kann. Geschmack, Aroma und Vitamine können sich nicht verflüchtigen, der Verbraucher hört an dem Knack, dass er wirklich der Erste ist, der sich nach dem Einglasen des Produkts daran zu schaffen macht. Nachdem die cleveren Amerikaner sich mit den Glashütten darauf verständigt hatten, die Öffnungen von Gläsern zu standardisieren, ging diese Verpackungsidee um die Welt. Mit der Vergabe von Lizenzen stand der Eroberung von Absatzmärkten auch in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg nichts mehr im Wege.

30 Jahre nach der Geburt der Idee, wurde White Cap 1956 vom US-Konzern Continental Can Company übernommen, Seit Anfang der 90er Jahre hat die deutsche Firma Schmalbach-Lubecca das Sagen bei White Cap: die Ratinger hatten 1961 die Lizenz für die Produktion der Twist-off-Verschlüsse in Deutschland erworben. Unter ihrer Regie entwickelten sich die Absatzmärkte rasant: 15 Produktionsstätten bedienen einen globalen Markt. Weltweit stammt fast jeder zweite Verschluss aus der Produktion von Schmalbach-Lubecca.

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