Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
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Trend & Style
Wer braucht Kuh-Fotografen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Vor Wettbewerben oder für die Zuchtkataloge werden Kühe fachmännisch gestylt. Ihre Aufnahmen sollen dann für sie werben.
»Das Euter wird mit einem speziellen Scherkamm sehr kurz geschoren, die Adern müssen richtig gut rauskommen. Außerdem muss es gut gefüllt sein, aber auch nicht zu sehr.« Wilhelm Lemm aus Hünxe am Niederrhein weiß, wovon er spricht. Der studierte Agrarwissenschaftler fotografiert seit 25 Jahren Kühe – rund 34000 sind es inzwischen. Dafür ist er in ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und sogar in Frankreich unterwegs.
In Europa gibt es nur etwa ein Dutzend Kuh-Fotografen. Aber wozu werden überhaupt Profibilder von Kühen gebraucht? »Um eine bestimmte Kuh und ihre Nachkommen zu bewerben, in Zuchtkatalogen beispielsweise«, so Lemm. Diese Kataloge werden weltweit verbreitet. Wer Bullensperma kauft, will auch wissen, wie der Samenspender aussieht und dessen schönste Töchter.
Die werden also zum Fototermin aufpoliert, müssen picobello sauber und frisiert sein. Allein für das Styling rechnet der Kuh-Fotograf zwei Stunden pro Motiv – wenn die Kuh kooperiert. Gibt es dafür Tricks? Lemm: »Man muss die Aufmerksamkeit der Kuh erregen, sie muss ganz interessiert nach vorne schauen. Dazu macht man verschiedene Geräusche: das eines Kalbes, eines Bullen oder eines Hirsches. Oder man hält ihr einen Spiegel vor. Das ist meist am wirkungsvollsten. Wenn sie sich selbst im Spiegel sieht, guckt sie ganz besonders interessiert. Das hat nichts mit Eitelkeit, sondern mit dem Herdentrieb zu tun.«

























