Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
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Kultur & Gesellschaft
Wer bestimmt die hochdeutsche Aussprache?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Niemand – das ist ja das Dilemma. Es gibt tatsächlich keine Instanz, die bestimmt, wie Hochdeutsch zu klingen hat.
Zwar enthält beispielsweise der Duden auch Anweisungen zur Aussprache, doch verbindlich vorschreiben kann er sie nicht. Generell richtet sich unsere Aussprache (und auch das, was im Ausland als deutsche Aussprache unterrichtet wird) am Theaterdeutsch, für das es beispielsweise Theodor Siebs’ Buch »Deutsche Aussprache« gibt. Der ursprüngliche Titel lautete übrigens »Deutsche Bühnenaussprache« – auch hier sollte also kein allgemeiner Standard geschaffen, sondern lediglich die Theaterwelt vereinheitlicht werden.
Das Theaterdeutsch gilt bis heute als bester Maßstab für das Hochdeutsche, das Sprachwissenschaftler »Standarddeutsch« nennen. Danach lautet es richtig Schina, nicht China, Kirche wird Kiiirche nicht Kürche ausgesprochen. Und auch an den Bühnen von München und Wien heißt der »König« »Könich«, was Süddeutschen und Österreichern nur schwer über die Lippen kommt.

























