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Wissenschaft aktuell
Weltraumschleuder arbeitet mit Solarkraft
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Mit dem Katapult zum Mond
Schneller, weiter, billiger: US-Forscher wollen Weltraumtransporte mit einem Katapult im All beschleunigen. Die Weltraumschleuder »MXER« soll Satelliten auf eine höhere Umlaufbahn schießen und Nutzlasten auf den Weg bringen – eines Tages vielleicht sogar Astronauten zum Mond befördern.
Dazu wird ein aufgerolltes, an den Enden mit Gewichten beschwertes Seil in eine Raumkapsel gepackt und in den Orbit geschossen. Dort entfaltet es sich zu seiner vollen Länge von 150 Kilometern. Mithilfe von Solarenergie wird das Seil in eine Kreisbewegung versetzt, sodass es um seinen Mittelpunkt rotiert – ähnlich wie eine Kompassnadel. An seinem Ende befindet sich eine Vorrichtung zum Ankoppeln von Satelliten oder Transportkapseln. Diese werden durch die Drehbewegung des Seils beschleunigt und dann abgekoppelt, sodass sie ihr Ziel viel schneller als mit Raketen und ohne Einsatz von teurem Treibstoff erreichen.
Das Weltraumkatapult wird derzeit als Mini-Modell an der Tennessee Technological University getestet, eine Demo-Version soll in ein paar Jahren durchs All kreiseln, dabei kleinere Satelliten beschleunigen und in ihren Orbit befördern – größere Schleudermissionen, etwa bis zum Mond oder sogar zum Mars, dürfte es erst in 20 bis 40 Jahren geben.
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