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Wissenschaft & Technik
Welches ist der hellste von der Erde aus sichtbare Stern?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Die Astronomen der Antike teilten die Sterne des Nachthimmels in sechs Größenklassen ein. Die 15 hellsten Sterne wurden als Sterne erster Größenklasse bezeichnet. Gerade noch mit bloßem Auge sichtbare Sterne bildeten die sechste Größenklasse und damit das untere Ende der Skala. Als Faustregel gilt: Ein Stern erster Größenklasse ist 2,5-mal heller als der zweiter Größenklasse und hundertmal heller als ein Stern sechster Größenklasse.
Der hellste Stern an unserem Nachthimmel ist Sirius (Hundsstern) im Sternbild des Großen Hundes. Er ist fast zehnmal heller als andere Sterne erster Größenklasse. Dieser helle Himmelskörper ist ein Doppelsternsystem aus Sirius A und Sirius B, einem eher leuchtschwachen weißen Zwerg. Trotz der enormen Strahlkraft erscheint die Helligkeit von Sirius im Vergleich mit unserem Zentralgestirn, der Sonne, eher gering.
Kein Wunder, schließlich ist die Strahlungsmenge, die von der Sonne bei uns eintrifft, über 14-Milliarden Mal größer als die von Sirius. Doch das ist nur die »scheinbare Helligkeit«. In Wirklichkeit ist die Sonne nicht leuchtkräftiger als Sirius. Denn die Lichtintensität nimmt quadratisch zur Entfernung ab: Ist ein Stern zehnmal weiter weg, ist sein Licht hundertmal schwächer (das entspricht wieder unseren sechs Größenklassen).
Um die Sterne direkt miteinander zu vergleichen, muss man ihre absolute Helligkeit bestimmen: Wäre die Sonne genauso weit von uns entfernt wie Sirius, so könnten wir feststellen, dass die Leuchtkraft von Sirius dreimal höher ist als die unseres Zentralgestirns.
Geht es noch heller?
Sirius ist nur der hellste sichtbare Fixstern am Himmel. Die wirklich hellsten Objekte des Sternenhimmels sind für uns unsichtbar:
Zwischen ihnen und unserem Sonnensystem befinden sich Anhäufungen aus Gas und Staub, die ihr Licht verschlucken. Weltraumteleskope wie Hubble oder Spitzer können die Strahlung dieser Himmelskörper im Infrarotbereich messen, was einen Rückschluss auf die Leuchtkraft ermöglicht: So verbirgt sich zum Beispiel hinter der Bezeichnung LBV 1806-20 der wahrscheinlich hellste und größte Stern der Milchstraße.
Der erst 2004 entdeckte Stern hat die 150-fache Größe der Sonne. Spektakulär ist auch der 25000 Lichtjahre von der Erde entfernte Pistolenstern: Er ist ca. zehn Millionen Mal so hell wie die Sonne. Sein Name rührt daher, dass die ihn verdeckenden Staubwolken an eine abfeuernde Pistole erinnern. Der Stern strahlt in sechs Sekunden so viel Energie ab wie die Sonne in einem Jahr.

























