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Wissenschaft & Technik
Welches ist das teuerste Metall?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Es glänzt nicht wie Gold, es hat nicht die hohe Widerstandskraft von Platin – dennoch hat Palladium den beiden den Rang als teuerstes Metall aller Zeiten abgelaufen: Anfang des Jahres 2001 schoss der Preis für die Fein-unze (= 31,103481 Gramm) des silbrig schimmernden Edelmetalls auf über 1000 Dollar hoch! Ursache für die Verteuerung waren Lieferschwierigkeiten Russlands, mit einem Anteil von 60 Prozent oder 5,4 Millionen Unzen weltweit der Hauptproduzent von Palladium. Inzwischen hat sich der Markt wieder eingependelt: So lag der Preis zum Jahreswechsel 2001/2002 mit rund 440 Dollar sogar knapp unter dem von Platin.
Die Angleichung der Preise kommt nicht von ungefähr: Platin und Palladium gehören beide zur Gruppe der Platinmetalle und zeichnen sich durch ähnliche Eigenschaften aus. Beide haben die ausgeprägte Fähigkeit, Wasserstoff aufzunehmen, werden zur Herstellung von Katalysatoren und Zahnersatz verwendet. Platin ist zusätzlich als Basis edelster Schmuckstücke äußerst begehrt.
Seit 1974 in den USA Katalysatoren für Autos eingeführt wurden, schnellte die Produktion von Elementen der Platingruppe nach oben. Das früher billigere Palladium verteuerte sich derart, dass Autohersteller im Laufe des letzten Jahres verstärkt auf das nun günstigere Platin umstiegen. Durch die Absatzprobleme der Autoindustrie entspannte sich der gesamte Markt der Elemente der Platingruppe. Rund 90 Prozent der Weltreserven der Platinmetalle lagern in Russland und Südafrika. Die Kaprepublik konnte mit der gesteigerten Nachfrage einen Teil der Einbußen durch den ständig sinkenden Goldpreis wettmachen: Lag hier der Preis für die Feinunze vor 20 Jahren bei 800 Dollar, wurden zum Jahresende 2001 noch 280 Dollar bezahlt. Experten erklären diesen Verfall als Folge des starken Dollars und niedriger Inflationsraten.

























