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Wissenschaft & Technik
Welches ist das seltenste Element der Erde?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Das seltenste Element der Erde dient nicht als Schmuck, sondern in der Medizin.
Gold ist bestimmt am seltensten, sollte man meinen, denn das ist ja so wertvoll. Doch weit gefehlt. Während davon jedes Jahr 2600 Tonnen aus der Erde geholt werden, schätzt man beim tatsächlich seltensten Element das weltweite natürliche Vorkommen auf ganze 25 bis 50 Gramm.
Es heißt Astat und ist im Periodensystem mit der Ordnungszahl 85 und dem Kürzel At zu finden. Astat ist ein Halogen, dem Jod recht ähnlich: Es ist leicht flüchtig, geht also bei Hitze schnell vom festen in den gasförmigen Zustand über. Und es wirkt oxidierend, klaut also anderen Elementen gern deren Elektronen.
Vor allem aber ist Astat im Unterschied zu handelsüblichem Jod radioaktiv, zerfällt also von selbst unter Freigabe energiereicher Strahlung. Daher auch der Name: Astat ist altgriechisch und heißt »unbeständig sein«. Es entsteht wie das in natürlicher Form ebenfalls sehr seltene Plutonium beim natürlichen Zerfall von Uran.
Astat wurde 1940 entdeckt, als Forscher in den USA das Schwermetall Bismut in einem Teilchenbeschleuniger mit Heliumkernen beschossen. Dass dieses künstlich erzeugte Element auch in der Natur vorkommt, wiesen zwei Österreicher erst drei Jahre später nach. Künstliche Astatverbindungen finden in der Nuklearmedizin zur lokalen Bestrahlung von bösartigen Tumoren Verwendung.

























