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Kultur & Gesellschaft
Welches ist das kürzeste Stück der Weltliteratur?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Es macht seinem Titel als kürzestes Stück der Weltliteratur wirklich alle Ehre: »Atem« oder »Breath«, wie es im englischen Original heißt, ist gerade einmal 25 bis 35 Sekunden lang.
Das Werk des irischen Schriftstellers Samuel Beckett (1906–1989) wurde am 19. Juni 1969 im Eden Theatre in New York uraufgeführt, seine deutsche Erstaufführung fand am 5. Dezember 1970 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg statt.
Und obgleich Beckett generell zu Verkürzungen neigte, stellt „Atem“ nicht nur für ihn, sondern auch in der Gattung des Dramas insgesamt eine nicht mehr zu überbietende Reduktion auf ein absolutes Minimum dar.
Zu sehen und zu hören, bekommen die Zuschauer nicht viel: „Atem“ besteht aus dem Schrei eines Säuglings, einem Ein- und Ausatmen bei gleichzeitig an- und abschwellendem Licht und einem zweiten Schrei, der oft als Todesschrei gedeutet wurde.
Dann ist es wieder absolut dunkel. Alle Geräusche sind auf Tonband aufgenommen – es gibt keinen Dialog, keine Handlung und keine Schauspieler. Auch das Bühnenbild ist minimalistisch: Die Kulisse soll, laut Becketts Skript, lediglich aus verstreut herumliegendem Müll bestehen.























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