Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Welches Geräusch ist am schlimmsten?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Ein brüllendes Baby braucht ganz schnell Trost – und die Umwelt gute Nerven. Denn Babygeschrei ist sehr schwer auszuhalten. Ein Trick der Natur, damit wir unseren Kleinen sofort zu Hilfe eilen, wenn sie weinen!
Über eine Million Menschen haben in einer Online-Untersuchung der University of Salford in Manchester das »schrecklichste Geräusch der Welt« gewählt. Auf Platz eins der insgesamt 34 vergebenen Plätze landete das Würgen eines Menschen, der sich übergibt. Platz zwei ging an das Pfeifen eines Mikrofons mit Rückkoppelung, den dritten Rang teilten sich schreiende Babys und das Quietschen eines bremsenden Zuges.
Dass ekelerregende Geräusche wie Spucken, Husten und Erbrechen abstoßend wirken, hat nicht nur kulturelle Gründe, sondern auch eine evolutionäre Funktion: Wer sich von hustenden Menschen fernhält, kann sich besser vor Krankheiten schützen. Aber dass Baby-Gebrüll als eine so starke Qual empfunden wird, hat auch die Initiatoren der Umfrage überrascht.
Vor allem Männer reagieren auf den weinenden Nachwuchs gereizt. Frauen hingegen sehen im Schreikonzert eher ein Signal, ihre Kinder zu schützen. Auch hinsichtlich eines anderen unangenehmen Geräusches zeigen sich Frauen toleranter als Männer: Schnarchen landete bei ihnen nur auf Position 26.
Bei der Bewertung von Geräuschen spielt auch das Alter eine Rolle. So empfinden ältere Menschen lautstarkes Schmatzen kaum als störend, und das Heulen eines Zahnarztbohrers jagt vor allem Kindern unter zehn Jahren und Erwachsenen zwischen 40 und 50 einen Schrecken ein.
Das Gänsehaut-Gefühl, das entsteht, wenn Fingernägel über eine Tafel kratzen, wird allgemein als historischer Reflex erklärt, da das Geräusch ähnlich klingt wie die kehligen Warnschreie von Affenhorden. In der Salford-Umfrage landete es allerdings lediglich auf Platz 16, zwischen »sich Schnäuzen« und dem Zerknirschen von Styropor.

























