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Fragen & Antworten
Welches Doping ist erlaubt?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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»Dopingverdacht gegen die deutsche Nationalelf« – diese Nachricht ließ vor einigen Wochen ganz Deutschland erschaudern: Ausgerechnet die Wunderkicker von Bern, die am 4. Juli 1954 unerwartet Weltmeister wurden, sollen ihren Sieg verbotenen Substanzen verdanken. Dabei wurden entsprechende Regeln erst 1967 nach dem Doping-Tod des britischen Radprofis Tom Simpson eingeführt.
Und das den Fußballern verabreichte Vitamin C steht bis heute nicht auf der internationalen Doping-Liste. Medikamente gegen Vitaminmangel, Allergien, Zahnschmerzen, Durchfall und Schnupfen: kein Problem; auch Antibiotika sind erlaubt. Doch bei einer triefenden Nase ist Vorsicht geboten: Viele Erkältungsmittel enthalten die Schleimhäute beruhigende Ephedrine – verbotene Stimulanzien – sowie Codein, ein Opioid.
Dieses ist zwar sportlich nicht geächtet, kann aber vom Körper in das unerlaubte Morphin umgewandelt werden. Nur wenn weniger als ein Milligramm Morphin pro Liter Urin gefunden wird, gilt die Probe als negativ – der Sportler ist »sauber«. Daneben gibt es Behandlungen, die generell als Doping eingestuft, unter bestimmten Bedingungen aber zugelassen sind: lokale Betäubungen etwa, wenn sie z. B. nach Verletzungen medizinisch notwendig sind und kein Kokain enthalten. Oder entzündungshemmende Medikamente, so genannte Kortikosteroide, wenn sie lokal verwendet oder inhaliert werden. Betablocker, die Herz und Kreislauf beruhigen, sind nur in jenen Sportarten verboten, in denen Ruhe und Konzentration gefragt sind – etwa Bogenschießen.
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