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Trend & Style
Welcher Schlitten fährt am schnellsten?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Platz da! Viele Wintersportorte haben ihre Rodelbahnen zu schnellen und sicheren Rennpisten aufgerüstet – denn Schlittenfahren liegt im Trend, vor allem bei den Erwachsenen.
Allein in der Schweiz gibt es heute mehr als 150 ausgewiesene Rodelbahnen. Und in der Schweiz fand Ende des 19. Jahrhunderts auch der Wandel des Schlittens vom Transportfahrzeug zum Sport- und Spaßgerät statt. Heute gibt es Rodler für jeden Fahrertyp – von Spaß-Bobs mit Lenkrad, Tachometer oder GPS über Davos-Klassiker bis zu Alu-Geschossen.
Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal der zahlreichen Modelle ist das Material: Wer
rasen will, sollte zum Airboard greifen; damit erreichen
geübte Fahrer Höchstgeschwindigkeiten bis zu 130 Kilometern pro Stunde. Die zwischen drei und vier Kilogramm schweren Luftmatten bestehen aus einem Nylongewebe, das von Kunststoff umschlossen ist. Mit einer Pumpe sind die Luftschlitten in wenigen Minuten aufgepumpt. Die Airboards haben angedeutete Kufen mit Profil, damit der Luftrodel besser die Spur hält.
Richtige Flitzer sind auch Schlitten aus Aluminium, die unter dem Fahrersitz oft mit einer Feder ausgestattet sind, damit Schwingungen und Stöße gedämpft werden. Allerdings sind die Alu-Rodler mit rund neun Kilogramm auch sehr schwer. Klassische Holzschlitten wie der Davos sind zwar nicht so schnell, dafür tragen sie locker 150 Kilogramm und stecken Stoßbelastungen unbeschadet weg. Für Kinder eignen sich am besten die leichten Plastikschlitten mit Handbremse und Lenkung – sie sind einfach zu ziehen und gut zu kontrollieren.
Ein neuer Renner für die Rodelpiste ist der Sit2Ski aus den Niederlanden: Er besteht nur aus einem Sitz mit Haltegriffen, muss aber auf Skier gesetzt werden (er passt in jede beliebige Bindung). Der Rodler sitzt hier also auf Skiern – und bekommt damit enormes Tempo.
Was leisten die schnellsten Rodler der Welt?
In kaum einer Sportart sind die Leistungen deutscher Athleten so konstant wie bei den Rodlern; vor allem bei den Frauen (mit 80 Siegen in Folge). Die deutschen Rodelteams fahren Schlitten vom FES, dem „Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten“, das Anfang der 1960er-Jahre in der ehemaligen DDR gegründet wurde.
Das Herzstück der Sieger-Schlitten sind die Kufen aus Fiberglas. Sie müssen elastisch, aber auch so stabil sein, dass sie Gewicht und die Fliehkräfte aushalten. Weil die Renner mit den Füßen gelenkt werden, werden die Kufen individuell auf die Beinmuskulatur des Athleten zugeschnitten.
P.M. Fragen & Antworten 12/2010

























