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Wissenschaft & Technik

Welcher Hund ist am klügsten?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Welcher Hund ist am klügsten?Welcher Hund ist am klügsten?
iStockphoto

Pudel und Border Collies sind besonders gelehrig, aber sind weniger folgsame Hunde dümmer?

Spätestens seit Lassie halten viele Menschen Hunde für wahre Intelligenzbestien: Blitzgescheit und raffiniert springt das Collie-Weibchen in Film und Fernsehen überall dort in die Bresche, wo ihre Besitzer nicht weiterwissen. Aber nicht nur im Film, auch in der seriösen Verhaltensforschung setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch: Der beste Freund des Menschen ist oft erstaunlich clever.

Der kanadische Psychologe Stanley Coren erkannte dabei deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Hunderassen. Der Frage, wie gelehrig Mischlinge sind – sie gelten bei vielen Menschen als besonders klug – ging er leider nicht nach. Für seine Studie befragte er mehr als 200 Punktrichter, die für gewöhnlich bei sogenannten Gehorsamswettbewerben tätig werden. Sie kennen sich also bestens damit aus, welche Vierbeiner am zuverlässigsten neue Kommandos erlernen und befolgen.

An die Spitze ihrer 133 Rassen umfassenden Hitliste setzten die Punktrichter den besonders gelehrigen Border-Collie, dicht gefolgt von Pudel, Deutscher Schäferhund, Golden Retriever und Dobermann. Während es Lassies Nachfahren auf einen respektablen 16. Platz brachten, fanden sich auf den letzten Rängen Barsois, Chow-Chows, Bulldoggen, Basenjis und als Schlusslicht der Afghanische Windhund.

Über die wahre Intelligenz der Hunde sagt dieses Ranking allerdings keineswegs alles aus. Denn auch ein Windhund kann blitzgescheit sein, er tut sich einfach nur schwerer damit, die Bedeutung von „Sitz!“ oder „Platz!“ zu erlernen. Nicht jede Rasse ist gleich gut geeignet, in „Habt-Acht!“-Stellung hinter ihrem Meister herzulaufen und seine Befehle zu befolgen.

So glänzt der ebenfalls ins hintere Feld verwiesene Chihuahua zwar nicht durch Gehorsam – dafür gilt er als herausragender Wachhund. Intelligenz ist also auch immer eine Frage der Maßstäbe, und damit können wir bei Hunden ziemlich falsch liegen. Der US-Schriftsteller James Thurber macht klar, wer im Zusammenspiel von Mensch und Hund vielleicht am meisten zu lernen hat: „Es ist dem Hund nur selten gelungen, den Menschen auf seine Ebene der Klugheit emporzuziehen, aber der Mensch hat den Hund oft zu seiner heruntergezogen.“

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