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Welche Tiere brauchen keinen Sex?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Parthenogenese heißt die Kunst, sich ohne Geschlechtsakt fortzupflanzen. Nach bisherigen Beobachtungen beherrschen sie nur Nicht-Säugetiere, darunter vor allem Insekten, Spinnen, Krebse, Schnecken und winzig kleine Bärtierchen. Doch auch bei Haien, Geckos, Komodowaranen, Blumentopfschlangen und bei Truthühnern wurde beobachtet, wie sie ohne Partner Nachkommen zeugen. Wie das geht? Mit denkbar wenig Aufwand: Hormone spielen der Eizelle im Muttertier eine Befruchtungssituation vor, sodass sie sich zu teilen beginnt und zu einem neuenOrganismus heranwächst. Eine besonders faszinierende Form der Parthenogenese beobachteten jetzt Forscher der North Carolina State University an einer Boa constrictor. Dort brachte eine Schlange - von deren Art bisher gar nicht bekannt war, dass sie sich geschlechtslos vermehrt - gleich zwei Würfe von Nachkommen zur Welt, die ihr bis aufs Haar glichen.
Alle Jungtiere waren weiblich und hatten das gleiche, ungewöhnliche Muster ihrer Mutter geerbt. Zudem wiesen die Schlangenmädchen Chromosomen auf, die Biologen bislang für unmöglich gehalten hatten, nämlich einen rein weiblichen WW-Satz. Die Boa hatte sich, ohne ein einziges Stück männliches Erbgut aus ihrem Körper einzubeziehen, selbst geklont! Ein Phänomen, das selbst bei Parthenogenese bisher für unmöglich gehalten wurde. Was die Forscher aus North Carolina noch mehr ins Grübeln brachte, war aber, dass die Boa gar keinen Anlass hatte, sich auf so ungewöhnliche Weise zu vermehren. Sie war zuvor schon auf normalem Weg Mutter geworden und auch in den zwei Jahren, in denen sie ihre Klone produzierte, mit Männchen zusammengekommen.
P.M. Fragen & Antworten 03/2011























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