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Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Keine Frage: Wenn es nach dem Christentum geht, gehört ein Himmelskörper ganz oben auf diese Liste – der Stern von Bethlehem.
Laut Bibel war er es, der die Weisen aus dem Morgenland an den Geburtsort Jesu Christi führte. Wahrscheinlich war die berühmte Heilserscheinung aber kein Stern, sondern eine Planetenkonjunktion. Im Jahr 7 v. Chr. verbanden sich Jupiter und Saturn zu einer in der Dämmerung weithin sichtbaren Lichtquelle.
Seit Langem datieren Bibelforscher die Geburt des Messias auf das Jahr 4 bis 7 vor Beginn unserer Zeitrechnung. Nur so lässt sie sich mit historischen Ereignissen wie dem Tod von König Herodes (4 v. Chr.) in Einklang bringen. Trotzdem bleibt die Existenz des Sterns von Bethlehem umstritten – schließlich wird der Himmelskörper in keiner anderen Chronik als der Bibel erwähnt.
Dafür machte ein anderer Stern schon Jahrtausende vor dem Jahr 1 Geschichte: Sirius. Er übertrifft die Leuchtkraft unserer Sonne um das 23-fache und glänzt als hellster Fixstern am Nachthimmel. So zog er die Aufmerksamkeit der Ägypter auf sich, die 3000 Jahre vor Christus eine wichtige Beobachtung machten: Wenn das als Hundsstern bekannte Gestirn in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni erstmals in der Morgendämmerung sichtbar wurde, setzte gleichzeitig die Nilflut ein.
Auch Kometen wurden im Lauf der Geschichte immer wieder als himmlische Zeichen interpretiert. Die Kaiserkrönung Karls des Großen (800) war nach Meinung damaliger Astrologen ebenso durch Kometen angekündigt worden wie die Geburt eines zweiköpfigen Kalbes in Rom (1538) und ein großes Katzensterben in Westfalen (1668).
Der Stern von Bethlehem allerdings wird erst seit dem frühen 14. Jahrhundert als Komet dargestellt. Zur Zeit Jesu galten Kometen als Unglücksboten, mit denen man kaum die Geburt des Messias in Verbindung gebracht hätte.

























