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Psychologie & Gesundheit

Welche Psycho-Behandlungen sind anerkannt?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Welche Psycho-Behandlungen sind anerkannt?Welche Psycho-Behandlungen sind anerkannt?
iStockphoto

Man stelle sich vor, jemand bricht sich das Bein, und die Behandlungsmethode hängt davon ab, ob er in München oder im Ruhrgebiet zum Arzt geht.

Unfug? In Sachen Psychotherapie ist das die Regel. So kam kürzlich in einer Studie heraus, dass Menschen mit Depression im Raum Dortmund eher verhaltenstherapeutisch oder tiefenpsychologisch behandelt werden – in München dagegen gibt's eher eine Psychoanalyse.

„Welche Therapie ein Patient bekommt, richtet sich offenbar nicht primär nach seiner Diagnose oder seinem persönlichen Therapiebedarf, sondern danach, welche Therapeuten es vor Ort gibt und welche Therapierichtung sie vertreten. Mit anderen Worten: nach der Postleitzahl“, erklärt Thomas Ruprecht von der Techniker Krankenkasse.

Das liegt auch daran, dass die meisten Patienten nicht wissen, welche Therapien es eigentlich gibt – so landen dann viele Hilfesuchende bei unseriösen Seelenpfuschern, die klangvolle Behandlungen versprechen. Dabei ist die Anzahl an anerkannten Therapieformen, die von den Krankenkassen bezahlt werden, in Deutschland überschaubar – es sind nur drei.

Bei der analytischen Psychotherapie wird tief in Kindheit und Jugend gegraben; in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie geht es vor allem um die aktuellen Probleme, und wie sie mit früheren Erlebnissen zusammenhängen; und in der Verhaltenstherapie soll der Patient neue Verhaltensweisen lernen, die sein Leiden lindern.

Daneben gibt es noch weitere wissenschaftlich anerkannte
Verfahren, zum Beispiel die Systemische Therapie oder die Hypnotherapie, die nur für bestimmte Behandlungssituationen zugelassen sind oder nicht von der gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. In Deutschland entscheidet der „Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie“ (von Ärtzekammer und Psychotherapeutenkammer) über die Anerkennung neuer Therapien.

 

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