Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Kultur & Gesellschaft
Welche Kulturen hofieren Homosexualität?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Da denken die meisten sofort an das antike Griechenland, doch unter Historikern ist durchaus umstritten, inwieweit die »Knabenliebe« dort tatsächlich gesellschaftlich sanktioniert war.
Dennoch lassen sich in vielen Völkern Belege für Bisexualität oder Homosexualität finden – manchmal sogar als soziales Muss, etwa in einigen Stämmen Neuguineas und Melanesiens. Das Volk der Etoro etwa, das in Papua-Neuguinea lebt, glaubt, dass jeder Mann nur über eine begrenzte Anzahl von Samen zum Zeugen von Nachwuchs verfüge. Die Samen dürften nicht beim anderen Geschlecht vergeudet werden, doch beim Sex von Mann zu Mann sei der Samenvorrat nahezu unbegrenzt: Homosexualität gilt geradezu als soziale Pflicht.
Auch bei den amerikanischen Ureinwohnern gab es Formen der Bisexualität. Bei dem Stamm der Crowes lebten viele Männer als Frau. Sie zogen sich weiblich an und widmeten sich der Heimarbeit und der Erziehung des Nachwuchses, statt auf die Jagd zu gehen oder in den Krieg zu ziehen.
Die »Berdache« galten als drittes Geschlecht, das die Vorzüge beider Geschlechter ineinander vereinte. Sie waren in der Gemeinschaft hoch angesehen und sollen über magische Kräfte verfügt haben. Für jeden Crowe-Kämpfer galt es als Zeichen der Männlichkeit, mit den »Berdache« Sex zu haben.
In vielen afrikanischen Völkern ist dagegen weibliche Homosexualität gesellschaftlich anerkannt. So kommt es bei Stämmen, die in Benin leben, oft zu Hochzeiten zweier Frauen. Die eine der Frauen kümmert sich um den Haushalt, die andere Frau um den Nachwuchs: Sie lässt sich von vorab ausgewählten Männern schwängern.

























