Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Wissenschaft & Technik
Was verrät ein Haar über uns?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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In den Händen der richtigen Ermittler geben Haare viel über uns preis: Mithilfe immer effektiverer Analysemethoden entlocken ihnen Chemiker schon seit Jahren, ob der Träger regelmäßig zu Drogen wie Cannabis, Kokain, Heroin, Morphium oder Ecstasy gegriffen hat.
Dabei machen sie sich eine besondere Eigenschaft des Schopfs zunutze. In seinem ständigen Wachstumsprozess schließt das Haar die verschiedenen Stoffe ein, die gerade durch den Körper geistern. Im Schnitt wächst es dabei jeden Monat um einen Zentimeter. Aus sechs Zentimeter langen Kopfhaaren kann man deshalb ablesen, was der Besitzer im letzten halben Jahr willentlich oder unbewusst zu sich genommen hat.
Neuerdings lässt sich aus der Haarpracht auch erkennen, wo sich ein Mensch in den letzten Monaten oder Jahren aufgehalten hat. Wissenschaftler in Salt Lake City haben entdeckt, dass die Haare genau dasselbe Verhältnis von Sauer- und Wasserstoffatomen annehmen, wie es sich im Trinkwasser einer Region findet. Wer nicht ununterbrochen importiertes Mineralwasser trinkt, kann deshalb auf seinen letzten Aufenthaltsort festgenagelt werden.
Trotzdem muss niemand beim Verlust nur eines einzigen Haares schon um seine Privatsphäre fürchten: Für die meisten Tests ist mindes-tens ein halbes Gramm Haarmaterial nötig, um zu vernünftigen Ergebnissen zu gelangen.
Spuren in Ötzis Haar?
Die Haaranalyse funktioniert auch noch nach Jahrtausenden erstaunlich zuverlässig. So weisen die Haare der mehr als 5000 Jahre alten Gletschermumie Ötzi einen hohen Anteil an Schwermetallen auf. Diese Entdeckung legt nahe, dass der Steinzeitmann vom Hauslabjoch beruflich in der Kupferbearbeitung tätig war.

























