Entdecken heißt sehen, was jeder gesehen hat, und dabei denken, was niemand gedacht hat.
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Natur & Reise
Was verrät das Hyänenlachen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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»Sie lachen wie eine Hyäne«, ist nicht unbedingt das schmeichelhafteste Kompliment, das man(n) einer Frau machen kann. Denn gemeint ist damit der besonders unmelodiöse Klang, der die Verständigung dieser Raubtiere auszeichnet.
Nun haben Verhaltensbiologen und Neurowissenschaftler herausgefunden: Mit ihrem Gelächter teilen sich die hochintelligenten Hyänen eine große Palette an Dingen mit – viel mehr als bisher angenommen. Die Forscher eines amerikanisch-französischen Teams von der Universität Berkeley und St. Etienne hatten die „Gespräche“ von Hyänen aufgenommen und systematisch ausgewertet. Eines der Ergebnisse: Mit der Tonhöhe ihres charakteristischen Lachens verrät die Hyäne ihr Alter. So klingen die Laute eines zweijährigen Tiers um ein Drittel höher als die eines Rudelmitglieds von 20 Jahren. Und anders als bei Menschen ist die „Stimme“ der Männchen insgesamt höher als die der Weibchen.
Weiteres Ergebnis: Für die Vermittlung ihres Sozialstatus variiert die Hyäne die Häufigkeit ihrer Laute. So können andere Clanmitglieder erkennen, ob das Tier einen Chef- oder untergeordneten Rang einnimmt. Auf diese Weise wird auch das Vorrecht beim Fressen demonstriert oder die Jagd auf Beutetiere organisiert. Die „Empfänger-Tiere“ können zum Beispiel aus dem Lachen ableiten, wer Futter für sich beansprucht und wer wen als „Gastesser“ duldet. Ebenso werden Infos über die eigene Situation und auch Hilferufe über das Gelächter vermittelt.
Hyänen leben in streng hierarchisch organisierten Rudeln bis zu 90 Tieren. Die Weibchen haben dabei im Verband das Sagen, der soziale „Chefstatus“ wird von den Müttern an die Töchter weitergegeben.
























