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Trend & Style

Was unterscheidet ein Design Hotel?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Was unterscheidet ein Design Hotel?Was unterscheidet ein Design Hotel?
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Vom Aschenbecher bis zur Türklinke, vom Sessel in der Lobby bis zur Badezimmerarmatur – hier ist alles zum Kunstwerk »komponiert«.

Wer bei Design Hotels an Grandhotel-Atmosphäre mit gemütlichen Lobbysesseln, viel Marmor, Hotelsilber und heimelige Antiquitäten denkt, wird sein blaues Wunder erleben. Denn die inzwischen fast in jeder Großstadt entstandenen Design Hotels ähneln eher hippen Szeneclubs oder modernen Kunstmuseen als traditionellen Herbergen.

Das Markenzeichen dieser Hotelkategorie: Jedes Detail, von der Türklinke über die Blumenfarbe bis zum Untersetzer im Restaurant, ist von einem Designer zu einem Gesamtkunstwerk durchgestylt worden. Die klassischen Hotel-Statussymbole sind verpönt: Hotelspiegel werden zu riesigen TV-Screens, Lobbysessel zu Retro-Knautschsäcken, livrierte Hotelpagen zu weiß gekleideten Modeltypen mit roten Turnschuhen.

Während »normale« Hotels durch die Uniformität ihrer Ausstattung bewusst auf den Wiedererkennungsfaktor setzen, wollen Design Hotels vor allem eins: anders sein! Und in ihnen geht’s nicht nur ums Schlafen, sondern auch um Lifestyle und Event. So gehört in jedem Fall zum Hotel eine trendige Bar, die nicht nur von den Gästen, sondern den »Local people« als Szenetreff frequentiert wird. Typisches Beispiel die »Side-Bar« im vom Mailänder Swatch- und Alessi-Designer Matteo Thun gestalteten »Side Hotel« in Hamburg.

Als Erfinder der Design Hotels gilt Ian Schrager, Exbesitzer des legendären »Studio Club 54« in Manhattan. Unter dem Motto »You are where you sleep« begann der Amerikaner Mitte der 1980er-Jahre Hotels als so genannte »Kult-Locations« in New York zu etablieren. Für die Konzeption seiner Hotels holte er sich den französischen Stardesigner Philippe Starck.

Die Idee fand schnell Nachahmer. Anfang der 1990er-Jahre, zu den Hochzeiten der New Economy, schossen auch bei uns die Design Hotels wie Pilze aus dem Boden. Bleibt noch die Frage: Wie wohl fühlt sich der Gast darin? Nach Meinung von Profi-Urlaubern eignen sich die Stiltempel eher für einen Kurztrip.

Der Grund ist einerseits oft das liebe Geld – denn für den Designschick muss meist teuer bezahlt werden. Andererseits: Ist die erste Überraschung dahin, geht das ehrgeizige Ambiente vielen Gästen nach einiger Zeit einfach auf den Geist.

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