Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
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Psychologie & Gesundheit
Was treibt Psychopathen an?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Hat man ihm einmal eine Belohnung in Aussicht gestellt, gibt es kein Halten mehr. »Geht leider doch nicht ...« akzeptieren Persönlichkeiten mit psychopathischen Zügen nämlich überhaupt nicht.
Wie Drogenabhängige jagen sie einem einmal gefassten Wunschziel nach, ohne Furcht und Rücksicht auf mögliche Schäden. Wie ähnlich Psychopathen Süchtigen sind, haben jetzt Psychologen aus Tennessee (USA) demonstriert. Sie gaben Menschen mit psychopathischen Charaktereigenschaften – Manipulativität, Egozentrik, Aggressivität, überhöhte Risikobereitschaft – eine Portion des Amphetamins Speed.
Bei normalen Menschen stößt nach Genuss dieser Droge das Belohnungszentrum im Gehirn, der Nucleus Accumbens, eine erhöhte Menge Dopamin aus. Die Psychopathen produzierten gleich das Vierfache dieser erhöhten Menge! Ihr Belohnungszentrum muss also schon in nüchternem Zustand hyperaktiv sein, mutmaßten die Wissenschaftler.
Und tatsächlich: Als den Probanden für ihr Mitwirken bei dem Test Geld versprochen wurde, schossen ihre Dopaminwerte gleich nach oben – viel höher, als bei einer Gruppe nicht-psychopathischer Vergleichsteilnehmer. Psychopathen (Foto: Robert de Niro in dem Film „Cap der Angst“) haben also offenbar ein Botenstoffproblem, das dem von Drogenabhängigen gleicht.
Auch deren Dopaminlevel ist häufig erhöht, weil sie ständig ihrem Stoff nachjagen müssen. Psychologen folgern, dass Kriminelle und gewalttätige Verbrecher, anders als bisher vielfach vermutet, durchaus Skrupel fühlen können: „Sie sind nur nicht in der Lage, sich auf irgend etwas anderes zu konzentrieren, bis sie bekommen
haben, was sie wollen“, so Joshua Buckoltz, Leiter der Studie.
























