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Kultur & Gesellschaft

Was steckt im »Fresspaket« der Soldaten?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Das Nudelgericht im Basispaket der GI´s wird, dank eines speziellen Granulats, in acht Minuten von selber heiß.

Linsen mit Würstchen, Gulasch mit Kartoffeln, Hamburger in Tomatensauce – alle drei Gerichte können »ohne wesentliche Einbuße im Geschmack auch kalt verzehrt werden«, behauptet ein Beipackzettel, der täglich Tausende von Bundeswehrsoldaten über die Vorzüge der »EPA« informiert.

Seit den Tagen des Kalten Kriegs dient die »Einmannpackung« den deutschen Soldaten überall dort als Tagesration, wo Feldküchen und Kantinen fern sind. Hinter der unscheinbaren grauen Verpackung verbirgt sich, neben einer von sechs verschiedenen Hauptmahlzeiten, eine bunte Mischung aus Zutaten wie Wurst und Streichkäse, Tee- und Kaffeeextrakt, Erfrischungstücher und Wasserentkeimungstabletten.

Eindeutiger Star im Ensemble ist ein extrem nahrhafter Butterkeks – so hart, dass Soldaten ihn »Panzerplatte« nennen. Exquisiter mögen es – so auch in diesem Fall – die Franzosen. Sie geben ihren Soldaten Leckereien wie Bonbons mit auf den Weg, und zum Nachtisch sogar eine Art Mousse au Chocolat.

Besonders frugal dagegen müssen die Soldaten in Österreich auskommen: In ihrem Fresspaket befindet sich vor allem gefriergetrocknete Trekking-Nahrung, die erst einmal mühsam mit Wasser angerührt werden muss. (Allerdings lässt sich aus dem langweiligen Pulver sogar ein Vanillepudding mit Himbeeren zaubern.)

Das »gesündeste« Fresspaket kommt eindeutig aus Dänemark. Darin findet sich täglich aufs Neue eine Zahnbürste, bei der die Zahnpasta als Pulver schon in den Borsten steckt. Während bei den Dänen selbst auf dem Schlachtfeld die Mundhygiene nicht zu kurz kommt, versorgen die USA ihre GI´s mit zahnfeindlichen Knabbereien wie Schokoerdnüssen.

Außerdem ist eine Miniflasche Tabasco Teil der täglichen Ration. Ob sich die mitgelieferten Enchiladas und Tortellini damit wirkungsvoll aufpeppen lassen, ist Geschmackssache – einige Zivilisten, die nach dem Hurrikan Katrina mit der Soldatenkost beliefert wurden, zogen es vor, sie bei eBay zu versteigern.

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