Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
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Natur & Reise
Was sind lebende Fossilien?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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»Alle Natur befindet sich im Krieg miteinander oder mit der äußeren Natur.« Auf diese Formel brachte der britische Naturforscher Charles Darwin (1809–1882) den Kerngedanken seiner Evolutionstheorie.
Der über Generationen ausgetragene Überlebenskampf dient in dieser Sicht nur einem Ziel: besser angepasste Lebewesen hervorzubringen. Davon scheinbar unbeeindruckt haben sich einige wenige Tier- und Pflanzenarten aus dem Rennen um immer ausgefeiltere Baupläne zurückgezogen. Sogenannte lebende Fossilien setzen seit Millionen von Jahren auf ein praktisch unverändertes Design.
Populärstes Beispiel ist der zwischen den Komoren und Madagaskar heimische Quastenflosser, der schon als Zeitgenosse der Dinosaurier durchs Wasser dümpelte. Der rund 100 Kilo schwere Knochenfisch kommt mit nur wenigen Gramm Gehirn aus und scheint dabei unverwüstlich. Wie alle lebenden Fossilien bezahlt er sein langes Überleben mit einer relativ geringen Verbreitung. Als evolutionärer Oldtimer muss er sich mit einem Nischendasein zufriedengeben.
In ähnlicher Weise haben sich indische Nasenfrösche, neuseeländische Brückenechsen oder chinesische Mammutbäume auf relativ kleine Territorien zurückgezogen, in denen sie weniger Konkurrenzdruck befürchten müssen. Mit einem besonders kleinen Lebensraum begnügt sich der gerade einmal drei Zentimeter große Teufelskärpfling, ein mindestens 50000 Jahre alter Fisch: Die weltweit einzig bekannte Population mit weniger als hundert Exemplaren tummelt sich in einem nur fünf Meter breiten Kalksteinbecken im US-Staat Nevada.
























