Der Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur liegt darin, daß du in der Demokratie wählen darfst, bevor du den Befehlen gehorchst.
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Was sind ökologische Korridore?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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In Grenzgebieten siedeln sich die Menschen meist ungern an, Tiere und seltene Pflanzen dafür umso lieber!
An der einstigen innerdeutschen Grenze oder im Grenzstreifen zwischen Albanien und dem ehemaligen Jugoslawien beziehungsweise Griechenland haben Minen, Stolperdrähte und Selbstschussanlagen jahrzehntelang jegliches menschliche Leben verhindert.
Diese ehemaligen »Todeszonen« wurden über die lange Zeit zu wertvollen Rückzugsräumen für seltene Tier- und Pflanzenarten. Wie wertvoll, das zeigen noch heute (Jahre nach den Grenzöffnungen) Satellitenaufnahmen: Regelrechte grüne Perlenketten mit verwilderten Wäldern, dichten Gebüschen und blühenden Heiden sind hier entstanden. An der ehemaligen deutschen Zonengrenze beispielsweise konnten Wissenschaftler aus Ost und West rund sechshundert schützenswerte Arten ausfindig machen.
Im Grenzgebiet zwischen Albanien und Mazedonien leben noch etwa hundert Luchse – überall sonst in Europa ist die Luchspopulation stark vom Aussterben bedroht. Nach den Grenzöffnungen müssen diese Räume ganz besonders geschützt werden, damit das empfindliche ökologische System hier nicht aus dem Gleichgewicht kommt.
In Deutschland haben sich Naturschützer für ein »Grünes Band« stark gemacht, um die einmaligen Landschaften in den ehemaligen Grenzstreifen zu erhalten. Inzwischen sind 181 Naturschutzgebiete entlang des Bandes entstanden, die zusammen circa 350 Kilometer ergeben. Rund ein Viertel der alten Zonengrenze (1400 Kilometer) steht heute unter Naturschutz.
Seit einigen Jahren versuchen Umweltschützer, diese Idee auch europaweit durchzusetzen: Mit dem »Balkan Green-Belt Project« der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) soll ein 6800 Kilometer langer ökologischer Korridor vom skandinavischen Eismeer bis ans Schwarze Meer entstehen. Das Projekt sieht sanften Tourismus in diesen Regionen vor, »schließlich wollen wir ja nicht einen grünen Eisernen Vorhang schaffen«, so eine Sprecherin der IUCN.
























