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Kultur & Gesellschaft
Was sind »Absolute Beginners«?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Zunächst mal nichts weiter als Anfänger, so die wörtliche Übersetzung. Seit Kurzem wird der Begriff jedoch auf eine bestimmte Menschengruppe angewendet: Erwachsene, die noch nie einen Sexualpartner hatten.
Ein Drittel aller 18-Jährigen in Deutschland sind nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „jungfräulich“. Und zehn Prozent der männlichen Hochschulabsolventen sind nach Angaben des Leipziger Sexualforschers Kurt Starke unberührt.
Der Buchautor Arne Hoffmann erläutert: „Das ist kein Problem bestimmter Schichten, es betrifft Lehrer und Anwälte ebenso wie Arbeitslose.“ Genaue Zahlen über diese neu entdeckte „Problem“-Bevölkerungsgruppe gibt es nicht, aber sie scheint im Wachsen begriffen zu sein.
Die „Absolute Beginners“, die sich selbst so nennen und verstärkt in Selbsthilfegruppen und Foren zusammentun, betrachten ihr Leben ohne Kuscheln und Küsse durchaus als Problem: Kaum jemand von ihnen hat sich freiwillig zum Zölibat entschlossen.
Als Gründe für das Phänomen werden gestiegene Ansprüche bei der Partnerwahl und Überbeanspruchung in Ausbildung und Beruf gesehen. Und wohl auch darin, dass die Öffentlichkeit bisher ihr Augenmerk eher auf den Trend des immer früher beginnenden Sexlebens Jugendlicher gerichtet hat – ohne zu bemerken, dass dies nur ein kleiner Ausschnitt der gesellschaftlichen Wirklichkeit ist.

























