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Kultur & Gesellschaft

Was sieht man auf der »La Gang Tour«?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Was sieht man auf der »La Gang Tour«?Was sieht man auf der »La Gang Tour«?
iStockphoto

Die 65 Dollar teure, zweistündige Sightseeingtour der besonderen Art führt zahlungskräftige Hollywoodtouristen durch die gefährlichsten Gegenden von Los Angeles.

Genauer: durch das berüchtigte „South Central“ und den „Florence District“, der seit Jahrzehnten von gewalttätigen Gangs terrorisiert wird. Während der Tour durch das lebensgefährliche Stadtviertel – eigentlich für Fremde eine absolute „No-Go-Area“ – , hüpfen ehemalige Kriminelle auf den Bus und erzählen aus ihrem Leben.

Angst vor Übergriffen brauchen die Passagiere dabei aber nicht haben. Zwar hat sich der Veranstalter, Alfred Lomas, früher selbst Gang-Mitglied und heute Sozialarbeiter, von den Touristen vor Beginn der Bustour schriftlich geben lassen, dass sie von der Gefährlichkeit der Fahrt wissen. Doch er hat sich vorab mit vielen der South Central-Gangs geeinigt, dass sie die Fahrgäste nicht bedrohen.

Zum Glück handelt es sich bei der Tour keineswegs um ein Angebot für Voyeure – Alfred Lomas will die Menschen vielmehr über das Leben auf der Straße aufklären. Und: Wenn das Projekt irgendwann Profit abwirft , sollen damit neue, legale Jobs für ehemalige Gang-Mitglieder geschaffen werden. „Vehicle of Hope“ so nennt deshalb der Veranstalter seinen Bus – ein „Fahrzeug der Hoffnung“.
 

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