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Wissenschaft & Technik
Was sagen IQ-Tests aus?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Der erste Intelligenztest wurde 1905 vom französischen Psychologieprofessor Alfred Binet entwickelt. Das französische Erziehungsministerium hatte Binet beauftragt, ein Verfahren zu entwickeln, um mögliche Lernbehinderungen bei Kindern objektiv zu erkennen. Der Begriff Intelligenzquotient wurde durch den deutschen Psychologen Wilhelm Stern geprägt.
Um die Entwicklungsverzögerungen in verschiedenen Altersgruppen besser vergleichen zu können, definierte er den Intelligenzquotienten (IQ) als Intelligenzalter geteilt durch Lebensalter Mal hundert: Ein durchschnittlich entwickeltes Kind bekam also einen IQ von hundert, ein Achtjähriger, der wie ein Neunjähriger entwickelt war, den IQ 113. Heute wird der IQ auf andere Art definiert: Wenn ein neuer Intelligenztest entwickelt worden ist, dann muss er zunächst normiert werden. Dazu führen die Psychologen den Test mit einer repräsentativen Bevölkerungsgruppe durch. Die Ergebnisse ähneln immer mehr oder weniger gut einer so genannten Gaußkurve. Die Experten bezeichnen die Testergebnisse als »normalverteilt«. Dann ermitteln die Psychologen, wie viele Testaufgaben durchschnittlich gelöst wurden. Diesen Mittelwert definieren sie dann als IQ mit dem Wert hundert.
Der IQ ist also kein absolutes Maß für die Intelligenz, sondern gibt nur an, wo Sie mit ihren Testwerten im Vergleich zum Mittelwert der Bevölkerung stehen. Aussagekräftig ist der IQ auch nur, wenn der Test genau unter den Bedingungen durchgeführt worden ist, unter denen er normiert wurde. Wenn Sie also demnächst in einer Fernsehsendung oder einem Testbuch einen so genannten Intelligenztest machen, für den am Ende auch ein IQ angegeben wird, dann ist diese Angabe alles andere als zuverlässig. Und auch, weil die Fertigkeiten, die in IQ-Tests abgefragt werden, trainieren werden können. Je öfter Sie einen Test machen, umso »intelligenter« werden Sie.

























