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Natur & Reise

Was passiert bei einer Drückjagd?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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iStockphoto

Ein oder zwei Männer sitzen in der Dämmerung auf einem Hochsitz, bei ihnen ist ihr getreuer Jagdhund und mit Fernstecher spähen sie über die Lichtung, auf der – wenn sie etwas Glück haben – irgendwann ein kapitaler Bock erscheint.

Diese Klischeevorstellung von der Jägerei ist zwar nicht falsch, doch die „Ansitzjagd“ bestimmt nur den kleineren Teil des Jagdgeschehens. Bei der sogenannten „Drückjagd“ sind mehrere Jäger sowie Treiber und Hunde beteiligt. Dabei geht es darum, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Wild den Jägern vor die Flinten zu treiben.

Während die Jäger an vom Wild besonders gern aufgesuchten Plätzen (den „Wechseln“) warten, scheuchen Stöberhunde die Tiere in ihren Verstecken auf und treiben sie, im Team mit den Treibern, zu den Jägern. Dabei wird aber keineswegs jedes Tier, das vor die Büchse läuft, auch wirklich abgeschossen, sondern jedes „angesprochen“ – das heißt: daraufhin überprüft, ob es zum Abschuss freigegeben werden darf.

Die Drückjagd gilt als schonender für Wald und Wild als die Ansitzjagd. Denn dabei werden bei einer einzigen Unternehmung viele Tiere getötet – danach herrscht wieder Ruhe im Wald. Was grausam klingt, ist eine Notwendigkeit: Damit die Bäume nicht zu sehr unter dem „Wildverbiss“ leiden, werden den Jägern jedes Jahr Abschussquoten von den Behörden vorgeschrieben. Die sind teilweise so hoch, dass sie mittels Ansitzjagden allein nur schwer zu erfüllen wären.

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