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Trend & Style
Was machen Beatboxer?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Der Mensch als lebendes Instrument. Als Zuhörer kann man es kaum glauben, Beatboxer lassen einen wahren Klangkosmos entstehen.
Die echten Profis der Szene kennen das schon: Bei jedem Konzert gibt es Leute aus dem Publikum, die im Bühnenbereich nach versteckten Tonträgern Ausschau halten. Kein Wunder – denn wenn so ein Beatboxer richtig loslegt, ist es wirklich schwer zu glauben, dass er den wummernden, zischenden, quietschenden, pochenden Klangkosmos ganz allein mit Zunge, Lippen und Kehlkopf produziert.
Sämtliche Instrumente, egal ob elektronisch oder „unplugged“, werden auf täuschend echte Weise imitiert. Die Geschicktesten sind sogar in der Lage, mehrstimmig zu beatboxen: Dann wird parallel zum satten Sound des Basses in feinster DJ-Manier gescracht, und während sich die Zuschauer ungläubig die Augen reiben, ertönt zu allem Überfluss noch eine gesummte Melodie – durch die Nase.
Entwickelt wurde die Kunst des Beatboxens in den 1980er-Jahren im Dunstkreis der HipHop-Bewegung in den USA – Biz Markie ist in diesem Zusammenhang der wichtigste Name. Allerdings hat sich, erstaunlich genug, lange Zeit keiner so richtig für diesen Musikstil interessiert – Beatboxer galten als lustige Geräusche-Imitatoren, mehr nicht.
Das hat sich schwer geändert: Es gibt Beatbox-Weltmeisterschaften, Beatbox-Kurse, in Werbespots wird beatgeboxt, und „Deutschland sucht den Superstar“ kürte einen Beatboxer ins Finale. Deutschland verfügt übrigens über eine hochkarätige Beatbox-Szene – aktueller Vizeweltmeister im Team-Beatboxen ist die Berliner Gruppe „4xsamples“.

























