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Wissenschaft & Technik
Was machen „Quirkologen“?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Den Alltagsrätseln auf der Spur: Quirkologie ist ernsthafte Forschung mit Augenzwinkern. Ein Beispiel sind die Studien zur Erforschung des britischen Humors.
Warum gibt es Glückspilze und Pechvögel? Wieso stimmen Horoskope so oft? Und wieso kommt es nicht selten vor, dass Menschen genau den Beruf ausüben, der zu ihrem Nachnamen passt – vom Meeresbiologen Dr. Fisch bis zu Dr. Zahn?
Wissenschaftler, die ihre kostbare Zeit mit solchen Fragen verbringen, gewinnen zwar keinen Nobelpreis. Dafür dürfen sie sich dem kleinen aber feinen Kreis der Quirkologen zugehörig fühlen. „Quirkologie“ – das kommt von „quirky“, der englischen Bezeichnung für Schrullen und Verschrobenheiten, und damit hat man bereits die beste Beschreibung für diesen etwas anderen Forschungszweig.
Ins Leben gerufen wurde die Quirkologie vor rund zwanzig Jahren von Richard Wiseman. Der ist nicht nur ein renommierter Verhaltenspsychologe, sondern besitzt auch eine Vorbildung als Zauberkünstler – beides gute Voraussetzungen, um die Macken und Eitelkeiten der Menschen aufs Forscherkorn zu nehmen.
Und so klären uns Wiseman und seine Mitarbeiter wissenschaftlich einwandfrei über all das auf, was wir schon immer wissen wollten, aber nie zu fragen wagten: Wieso Betrüger und Quacksalber auf dieser Welt so leichtes Spiel haben, ob wir unserer eigenen Erinnerung trauen dürfen (nein!), und ob man den eigenen Todestag beeinflussen kann (ja!).
Wem das noch nicht absonderlich genug ist – bitte sehr: Quirkologen berechnen die Parameter für die ideale Kontaktanzeige, decken den Zusammenhang zwischen Country-Musik und Selbstmordrate auf oder fragen nach dem Charakter von Obst- und Gemüsesorten (Hochinteressant: Zitronen sind unsympathisch, Zwiebeln dumm, und der Pilz hat etwas von einem Emporkömmling).
Eindeutig quirkologisch ist auch folgendes Forschungsergebnis: Hüten Sie sich vor Frauen, die einen Lieferwagen fahren! Ein ganzes Vierteljahrhundert lang hat der New Yorker Wissenschaftler John Trinkaus beobachtet, welche Leute im Alltag zu antisozialem Verhalten neigen. Die Faktenlage spricht dafür, dass diesen Damen wirklich nichts heilig ist. Danke für diese Warnung, Professor Trinkaus.

























