Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
Die geheimen Supersinne des Internets
Sind alle Menschen von Natur aus Egoisten?
Die fliegende Sternwarte
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2011
Ausgabe
04/2011
Ausgabe
02/2012
Vorsicht, Ansteckungsgefahr!
Charismatische Persönlichkeiten
Biografie eines Cafés
Grand Café Odeon Zürich
Ausgabe
04/2011
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
01/2012
98 qualitativ hochwertige Sudokus – für Anfänger, Fortgeschrittene, Experten und Champions
Zu gewinnen: drei iPods nano!
Ausgabe
01/2011
Noch mehr Rätselspaß:
P.M. Logicals bringt Ihre grauen Zellen auf Hochtouren. Mit 45 anspruchsvollen Logik-Puzzles
Ausgabe
01/2011
Kultur & Gesellschaft
Was kostet ein Theatervorhang?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
Hier geht's zum aktuellen Heft »
Wie so oft kommt es auch beim wichtigsten Stück eines Theaters auf die Liga an, in der gespielt wird. Kleine Stadtbühnen bekommen ein Einsteigermodell aus rotem Samt schon für 8000 Euro.
Bedeutende Opernhäuser geben dagegen oft so viel aus wie für vier Sportwagen, bis zu 400.000 Euro. Zu Letzteren gehört die Oper in Oslo, die den wahrscheinlich exklusivsten Vorhang der Welt besitzt: Ihr Glanzstück ist mit 23 mal zwölf Metern ungewöhnlich groß, wird deutsch geöffnet – das heißt, ohne Raffungen nach oben gezogen – und ist nach dem Muster einer verknitterten Alufolie gewebt. Aus dem Zuschauerraum betrachtet wirkt die Stoffwand so „echt“, dass schon zahlreiche Staatsgäste und erfahrene Kulturhasen meinten, echtes Metall vor sich zu haben.
Die Herstellung dieser Stoffwand, bei der die US-Künstlerin Pae White, Fotografen, eine geheim gehaltene belgische Gobelin-Weberei und das deutsche Bühnenausstattungsunternehmen Gerriets kooperierten, war so kompliziert, dass sie sogar einen Namen bekam: „MetaFoil“ kostete 375.220 Euro und begeisterte 2008 bei der Eröffnung der Oper auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Ein ähnlich teures Stück besitzt das Teatro Real in Madrid, allerdings der klassischen Art. Wer hier die aktuelle Inszenierung „Simon Boccanegra“(z. B. 25. und 26. Juli) besucht, sitzt vor einem Traum aus leuchtend rotem Velours, bestickt mit Kristallperlen und 50 Quadratmetern Blattgold im Trompe-l’oeil-Stil – auch dies für 353.000 Euro bestellt bei Gerriets in Freiburg. Die Firma ist weltweit führend für exklusive Bühnenportieren und weiß, welche Häuser großzügig in ihren Vorhang investieren.
„Die Metropolitan Opera in New York etwa bestellt alle zehn Jahre einen Vorhang aus eineinhalb Tonnen gelber Seide“, erzählt Geschäftsführer Hannes Gerriets. „Aber auch im Osten setzt man auf Prunk. Taschkent orderte für sein Kulturzentrum kürzlich acht Kilometer Vorhänge.“
























