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Wissenschaft & Technik
Was kostet ein Mensch?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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»Staub bist du, und zum Staub musst Du zurück«, rief ein ärgerlicher Gott einst seinem Adam hinterher.
Das war schon hart. Aber: In einer sehr elementaren Betrachtung sind die stofflichen Bestandteile eines Menschen tatsächlich nicht sonderlich aufregend: Sauerstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff – die drei machen schon rund 93 Prozent eines Menschen aus. Der Rest besteht aus so gewöhnlichen chemischen Elementen wie Stickstoff, Kalzium oder Phosphor. Sicher, es gibt ein wenig Magnesium, Eisen und Kupfer im menschlichen Körper, ein paar Spurenelemente noch, aber das sind zu gegenwärtigen Marktpreisen gerade einmal Cent-Beträge. Insgesamt kommt so – je nach Tageskurs der chemischen Elemente – ein Materialwert von ein paar Euro zusammen.
Diese Rechnung hat nur einen Haken: Sie macht keinen Sinn. Mit derselben Logik könnten Sie beim Juwelier Ihres Vertrauens auch versuchen, einen Gratis-Diamanten zu bekommen, unter Hinweis darauf, das Schmuckstück sei doch nur reiner Kohlenstoff. Für den Materialpreis eines Menschen bedeutet dies: Rein ökonomisch betrachtet, lohnt es sich erst über Preise nachzudenken, wenn es einen Markt für ein knappes Gut gibt. Oder zumindest eine Nachfrage danach – beim menschlichen Körper also nach Spenderorganen zum Beispiel, Stammzellen oder Knochenmark.
Diese Nachfrage gibt es in der Tat, und hier beginnt dann das Philosophieren über den Materialwert des Menschen unappetitlich zu werden. Organhandel ist da nur eine Facette bei dieser »materialistischen« Menschensicht. In der Summe kommt bei der Kalkulation mit »Ersatzteil«-Werten leicht ein Millionen-Euro-Betrag zusammen, doch was sagt das schon? Für die meisten gilt jedoch immer noch: Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Bauteile – und darf deshalb auch nicht so behandelt werden.
Das fand auch der Kabarettist Georg Kreisler, der sich in den 50er-Jahren vom Institut für Gerichtsmedizin in Wien errechnen ließ, wie hoch der Materialwert eines Menschen sei. Das Institut kam damals auf eine Summe von 40 Schilling, schloss aber seine Antwort mit folgendem Satz: »In diesen Zahlenangaben sind die Herstellungskosten des Menschen nicht enthalten.«
Fragt Wolfgang Hrdina, E-Mail

























